25.03.2017

„Gemeinsam packen wir das am 24. September“

Die CDU hielt ihren Landesparteitag in Sindelfingen ab (Bild: Uwe Venth)


Der 70. Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg ist spannend und intensiv gewesen – inhaltlich wie personell.

Im Fokus standen die Wahl des Generalsekretärs Manuel Hagel, der politische Bericht des Landesvorsitzenden Thomas Strobl sowie der Impulsvortrag zur Digitalisierung von Klaus Hommels, dem Gründer von lakestar. 

Mit einem klaren Bekenntnis zu konservativen Werten warb Manuel Hagel MdL beim Landesparteitag in Sindelfingen für seine offizielle Wahl zum Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg: „Konservativ sein, ist aktueller denn je. Es ist das Bewahren der Schöpfung, unserer Werte und unserer Heimat.“ Gleichzeitig betonte Hagel die liberale und christlich-soziale Überzeugung der Christdemokraten: „Für uns als moderne, konservative Partei erklärt sich Nachhaltigkeit aus der Verbindung von Verändern und Bewahren.“

Kommissarisch hatte der 28-Jährige die Position des Generalsekretärs bereits seit Juni 2016 als Nachfolger von Katrin Schütz inne. Da seither kein Landesparteitag stattgefunden hatte, stand seine offizielle Wahl erst jetzt an. 81,3 Prozent der Delegierten stimmten für ihn.

Hagel positionierte sich deutlich: „Die doppelte Staatsbürgerschaft ist eine klare Fehlkonstruktion. Gelungene Integration setzt eben nicht Mehrstaatlichkeit voraus.“ Der CDU-Generalsekretär forderte deshalb, dass die Optionspflicht für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern wieder eingeführt – und damit die geltende Beschlusslage der Partei sofort umgesetzt werde.

Die Delegierten und Gäste stimmte Hagel auf den Bundestagswahlkampf ein. Der SPD warf er vor, eine Partei zu sein, „die sich an einem Spitzenkandidaten berauscht, dessen Befähigung darin besteht, nicht Sigmar Gabriel zu sein“. Martin Schulz sei ein Kandidat, der „mit seinen Vorschlägen die Axt an die Wurzeln des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Landes legt“.

In seinem politischen Bericht zeigte CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl auf, welchen Weg die CDU seit dem letzten Parteitag vor knapp einem Jahr genommen hat. „Dass wir in Stuttgart in der Regierung sind, ist gut für unser Land, für die Menschen und für die CDU“, zog Strobl ein positives Fazit der bisherigen Regierungsarbeit.

Die CDU besetze ganz klar und deutlich ihre Kernthemen. Ob bei Innerer Sicherheit, Bildung, Wirtschaft, Ländlichem Raum oder Justiz – die Richtung stimme. „Wird die CDU es verhindern können, neben dem Koalitionspartner kleinregiert zu werden, haben sich manche auch in der CDU gefragt“, so Strobl. Darauf könne er mit Überzeugung antworten: „Ja, das verhindern wir, weil wir klare Haltung bei unseren Kernthemen in konkrete Politik umsetzen und die Menschen das sehen.“ Das zeige auch der Umstand, nun in Umfragen wieder vor den Grünen im Land zu liegen.

Mit Blick auf die Bundestagswahl forderte der CDU-Landeschef Entschlossenheit und Geschlossenheit. „Gemeinsam packen wir das am 24. September“, zeigte sich Thomas Strobl voll motiviert, für ein starkes Ergebnis zu kämpfen.

Zum Jahresthema „Digitales Ländle“ der Landes-CDU zeigte Klaus Hommels, einer der führenden Investoren in der digitalen Branche, in einem Impulsvortrag auf, welche Entscheidungen heute notwendig sind, um künftig mit dem digitalen Wandel Schritt halten zu können.

Am Beispiel von Moore’s law veranschaulichte der Gründer von lakestar die rasante Geschwindigkeit des digitalen Wandels. In 20 Jahren werde ein Endgerät mit einem Preis von 1.000 Euro so viel Rechenleistung haben wie alle menschlichen Gehirne zusammen. Um bei diesem Wandel Schritt halten zu können, brauche es neue Wege der Finanzierung. Investoren müssten sich viel stärker mit diesem Wandel und den Bedürfnissen der Unternehmen auseinandersetzen. Hommels plädierte für neue Denkmodelle in der Finanzierung von Unternehmen der digitalen Welt. Diese Denkmodelle seien besonders mit Blick auf USA und China dringend notwendig. Dort werde dieses Thema viel stärker und konzentrierter angegangen. Deutschland dürfe hier nicht hinterherhinken, sonst drohe man, den Anschluss zu verpassen.

 

AKTUELL AUF CDU.TV