05.01.2017

"Berufliche Schulen im Mittelpunkt der KMK-Präsidentschaft 2017"

Eisenmann: "Berufliche Schulen im Mittelpunkt der KMK-Präsidentschaft 2017" (Bild: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport)


Zum Januar 2017 übernimmt Baden-Württemberg turnusgemäß die Präsidentschaft in der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland - kurz in der Kultusministerkonferenz. Zuletzt hatte Baden-Württemberg im Jahre 2001 unter Annette Schavan diesen Vorsitz inne.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) ist ein Organ der Selbstkoordinierung im föderalen System der Bundesrepublik. Bei Themen, die mehrere Länder betreffen, sorgt sie für das notwendige Maß an Gemeinsamkeiten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur.

"Für uns ist das relativ zu Beginn der Amtszeit der grün-schwarzen Koalition eine große Chance", so Kultusministerin Susanne Eisenmann. "Diese werden wir nutzen. Hierzu habe ich vorgeschlagen, als inhaltlichen Schwerpunkt das wichtige Thema der beruflichen Bildung festzulegen. 'Berufliche Bildung - Übergänge - Abschlüsse - Anschlüsse' lautet das Motto.

Dieses auch in Europa vielbeachtete und erfolgreiche Element des deutschen Bildungssystems stärker in den Mittelpunkt zu rücken, traf auch bei meinen Kollegen in der KMK auf große Zustimmung. Unter meiner Leitung wird auch die Schulpolitik der Landesregierung dazu beitragen, ein flächendeckendes Angebot an beruflichen Schulen zu erhalten und den für die Bildungsbiographie entscheidenden Übergang von Schule zu Ausbildung bzw. Berufstätigkeit möglichst problemlos zu gestalten.

Umbruchphasen sind ein völlig normaler Teil jeder Bildungsbiographie. Daher kommt es darauf an, diese Umbrüche möglichst produktiv und im Sinne des Mottos 'kein Abschluss ohne Anschluss' zu gestalten. Am Ende der Schulausbildung steht regelmäßig der Berufseinstieg. Dieser ist auch eine Bewährungsprobe für die Qualität des Schulsystems. Gerade die Qualität ist mein wichtigstes Leitmotiv in der Schulpolitik. Wir haben hier in Baden-Württemberg sehr gute Voraussetzungen für gelingende Bildungsbiographien. Dennoch hat die Lernstandsstudie VERA 8 uns gezeigt, dass wir in einigen Bereichen noch teilweise Nachholbedarf haben. Das gilt auch für die neuen Gemeinschaftsschulen.

Bei der Qualität in der Bildung darf es keine Kompromisse geben. Zahlreiche Veranstaltungen auf Arbeits- wie auf politischer Ebene werden unser Programm begleiten. Den Auftakt des Vorsitzjahres bildet die Übergabe des Vorsitzes von Bremen an Baden-Württemberg Ende Januar.

Einen Höhepunkt haben wir dann Ende Mai mit dem großen Bildungs-Fachkongress in Stuttgart. Unter dem Titel 'Berufliche Bildung: Analysen, Trends und Perspektiven' erwarten wir mehrere hundert Fachleute aus Schulen, der Wissenschaft und der Kultusverwaltung. Wir werden dabei intensiv über die Chancen, Möglichkeiten und die Zukunft der beruflichen Bildung diskutieren, um neue Erkenntnisse zu erzielen. Diese wird es dann auszuwerten und umzusetzen gelten. Auf zwei Plenarsitzungen - dort tagen die Ministerinnen und Minister - in Stuttgart Anfang Juni 2017 und in unserer international angesehenen Landesvertretung in Brüssel im Dezember 2017 freue ich mich schon besonders.

Auf dieser Brüsseler Sitzung soll auch ein KMK-Beschluss zu 'Bilanz und Perspektiven zur beruflichen Orientierung an Schulen' erfolgen, den wir während unserer Präsidentschaft ausarbeiten wollen. Insgesamt steht uns ein außerordentlich arbeitsintensives Jahr 2017 ins Haus. Es bedeutet jedoch ebenfalls, bundespolitisch Themen zu setzen, Inhalte an entscheidender Stelle mitzugestalten und Baden-Württemberg und seinen Schulen das ihnen zukommende große Gewicht geben zu können. Ich freue mich auf diese spannenden Aufgaben."

Quelle: Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

 

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