03.10.2017

„Wir müssen die Deutsche Einheit täglich neu erarbeiten“

Thomas Strobl beim CDU-Bürgerempfang


„Einheit, Frieden und Freiheit sind nicht selbstverständlich“: CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl zum Tag der Deutschen Einheit beim Bürgerempfang der CDU Leinfelden-Echterdingen

„Wir können heute glücklich sein und dankbar auf 27 Jahre Deutsche Einheit blicken“, sagte der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, der Stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl, heute (3. Oktober 2017) in Leinfelden-Echterdingen beim CDU-Bürgerempfang zum Tag der Deutschen Einheit:

„Es wäre freilich ein Fehler, die Deutsche Einheit für selbstverständlich zu halten. Wir haben uns allzu schnell an Einheit, Frieden und Freiheit gewöhnt. Wir halten das heute für den Normalzustand – der Blick in die Geschichte lehrt uns aber, es ist die Ausnahme. Heute lebt eine ganze Generation Deutscher, die die schmerzliche Teilung unseres Vaterlandes – zum Glück! – nicht mehr miterlebt hat und in einem gemeinsamen Deutschland aufgewachsen ist. Unsere Einheit in Frieden und Freiheit ist ein großes Geschenk der Geschichte und mit Blick auf die Weltlage keine Selbstverständlichkeit. Gerade deshalb muss es uns wichtig sein, diesen Tag der Deutschen Einheit zu feiern.“

Der CDU-Landesvorsitzende betonte, das gelte vor allem auch deshalb, weil in diesem vor uns liegenden Jahr der Mauerfall genauso lange her sein wird, wie die Mauer gestanden hatte: 28 Jahre. „Im Herbst 1989 war mit dem Ruf nach Freiheit, mit ‚Wir sind das Volk!‘, mit dem Fall der Mauer die notwendige Grundlage gelegt, dass auch die Einheit Deutschlands eine greifbare Möglichkeit wurde. Später wurde dann aus ‚Wir sind das Volk‘ der Ruf ‚Wir sind ein Volk‘. Beides, Freiheit und Einheit, kann man nicht besser auf den Punkt bringen. Da stimmt es mich traurig, dass heute Kräfte in unserer Gesellschaft daran arbeiten, die viel bemühte ‚Mauer in den Köpfen‘ wieder neu aufzubauen. Wir sehen eine AfD, die eine Partei der Spaltung ist, die Menschen gegeneinander ausspielen will. Wir als CDU machen das Angebot zum Miteinander, zur Stärkung des Zusammenhalts. Wenn andere spalten, Vorurteile und Hass bedienen, dann benennen wir das. Unser Weg ist das nicht.

Wir wahren das Erbe von Helmut Kohl, der am 16. Juni dieses Jahres verstorben ist. Er hat sich um die Wiedererlangung der Einheit unseres Vaterlandes und die Europäische Einigung wie kaum ein anderer verdient gemacht. Als Kanzler der Einheit hat er mutig und entschlossen die historische Chance zur Wiedervereinigung Deutschlands ergriffen. Sein Werk und sein politisches Handeln wird weit über seinen Tod hinaus Strahlkraft und Bedeutung haben.

Für die neue, alte Aufgabe der inneren Einheit dient uns genau das als Maßstab, was auch bei der Verwirklichung der Deutschen Einheit im Grund immer Maßstab war: Einigkeit und Recht und Freiheit.“

 

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