20.03.2015

Wolf: "Grün-rote Bildungsideologie scheitert an der Wirklichkeit"

Guido Wolf: "Grün-rote Bildungsideologie scheitert an der Wirklichkeit" (Bild: Guido Wolf)


Beitrag des CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2016 und Fraktionsvorsitzenden Guido Wolf: "Die Übergangszahlen von der Grundschule auf die weiterführenden Schularten bestätigen unsere stetige Kritik an der rein ideologisch ausgerichteten Bildungspolitik von Grün-Rot."

Guido Wolf: "In dem Zusammenhang sind drei Veränderungen besonders bemerkenswert.

Übergangszahlen auf das Gymnasium

Das Gymnasium hat noch immer einen guten Ruf, den es zu erhalten gilt. Daher ist es ein sehr positives Signal, dass zum ersten Mal seit rund 20 Jahren die Übergangsquote auf das Gymnasium leicht zurückgegangen ist. Nachdem mit dem unvorbereiteten Wegfall der Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung durch Grün-Rot eine gravierende Fehlentwicklung eingetreten war, reagieren die Eltern nun sehr besonnen.

In zunehmendem Maße verzichten Eltern, deren Kind keine Empfehlung für das Gymnasium erhalten hat, auf eine Anmeldung am Gymnasium. So besteht im Vergleich zu den Vorjahren wieder eine deutlich homogenere Lerngruppe in den fünften Klassen: Im laufenden Schuljahr haben wieder rund 88 Prozent der Schülerinnen und Schüler eine Gymnasialempfehlung. Eltern drängen nicht mit aller Gewalt auf das Gymnasium.

Es zeigt sich, dass die Grundschulen im Rahmen ihrer bisherigen Möglichkeiten eine vernünftige und verantwortungsvolle Beratung leisten. Das von uns vorgesehene Beratungskonzept ab Klasse 1 würde dies noch weiter verbessern. So kann die hohe Qualität des Gymnasiums nachhaltig erhalten werden.

Schülerschaft der Gemeinschaftsschule

Die ideologische Vorstellung, dass die Schülerschaft der Gemeinschaftsschule zu je einem Drittel aus Hauptschülern, Realschülern und Gymnasiasten besteht, ist endgültig gescheitert.

Gymnasiasten gehen auf das Gymnasium und nicht auf die Gemeinschaftsschule. Deren Anteil ist nun erneut gesunken und beträgt nur noch neun Prozent; ebenso ist der Anteil der Realschüler weiter auf 26 Prozent gesunken. Somit besteht die Schülerschaft zu zwei Dritteln aus Haupt- und Werkrealschülern. Dies entspricht unserer Annahme, dass die Gemeinschaftsschule letztlich nur die entstandene Lücke der Haupt- und Werkrealschulen ausfüllt.

Realschule bleibt attraktive Schulart

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Gymnasialempfehlung, die sich für den Besuch der Realschule entscheiden, ist von 18 auf 21 Prozent gestiegen. Dies belegt die weiterhin hohe Akzeptanz der Realschule und zugleich das Vertrauen auf die Durchlässigkeit hin zu den beruflichen Gymnasien. Rund 40 Prozent der Absolventen wählen im Anschluss den Weg über die beruflichen Gymnasien zum Abitur. Das bestätigt auch das Funktionieren des baden-württembergischen Weges eines G9.

Zwar ist der Anteil von Haupt- und Werkrealschülern an der Realschule auf 23 Prozent gesunken; trotzdem besitzt die Realschule noch immer eine heterogene Schülerschaft. Um diese Schülerinnen und Schüler gerade im Übergang nach Klasse 5 und 6 zu fördern, bedarf es umgehend zusätzlicher Förderstunden für die Realschulen. Nur so kann eine Förderung entlang der unterschiedlichen Stärken gelingen.

Noch ein paar Worte zur Gemeinschaftsschule

Sie ist eine Schulart, die fast ausnahmslos durch die Umwandlung bisheriger Haupt- bzw. Werkrealschulstandorte entsteht. Auch die vierte Ausbaustufe zum kommenden Schuljahr 2015/2016 mit 62 Gemeinschaftsschulen besteht erneut fast ausschließlich aus ehemaligen Haupt- und Werkrealschulen - diesmal rund 90 Prozent.

Für die Städte und Gemeinden besteht praktisch gar keine Alternative zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule: Dieser vom Kultusminister aufgezwungene Weg ist die einzige Möglichkeit, die Schließung der Schule zu vermeiden. Es ist völlig abwegig zu glauben, dass die Kommunen von der Pädagogik der Gemeinschaftsschule überzeugt wären. Aber wir erkennen diese Realität an.

Die vom Kultusminister und den Regierungsfraktionen gerne geschürte Angst, dass eine CDU-geführte Landesregierung umgehend die Gemeinschaftsschulen schließen würde, ist völlig unberechtigt. Allerdings würde es im Falle einer Regierungsübernahme auch keinen weiteren Ausbau der Gemeinschaftsschulstandorte geben, da wir die Einführung einer ideologisch begründeten Schulart auf dem Rücken der Kinder entschieden ablehnen.

Mit unserem CDU-Bildungskonzept haben wir schon heute eine erstklassige pädagogische Alternative zur Gemeinschaftsschule. Dieses Angebot richtet sich auch an Gemeinschaftsschulen, von denen immer deutlicher und lauter der Wunsch nach leistungsdifferenzierten Unterrichtsangeboten zu hören ist. Dem werden wir gerne nachkommen und ein solches Angebot machen."

 

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