22.06.2015

"Wir brauchen einen neuen Flüchtlingsgipfel für Baden-Württemberg"

Wolf: "Wir brauchen einen neuen Flüchtlingsgipfel im Land" (Bild: CDU-Landtagsfraktion)

CDU-Landtagsfraktion ehrt Flüchtlingshelfer am Weltflüchtlingstag (Bild: CDU-Landtagsfraktion)


CDU-Fraktionschef Guido Wolf und der integrationspolitische Sprecher Bernhard Lasotta haben beim Empfang der CDU-Landtagsfraktion für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer im Neuen Schloss in Stuttgart diese Forderung erhoben.

Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Guido Wolf, hat einen neuen Flüchtlingsgipfel für Baden-Württemberg gefordert. Das sagte Wolf am Samstag während des Empfangs der CDU-Landtagsfraktion für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer in Stuttgart. Seit dem Flüchtlingsgipfel im Oktober habe sich die Flüchtlingssituation im Land stark verändert. "Steigende Flüchtlingszahlen machen diesen neuen Flüchtlingsgipfel notwendig", so der Fraktionsvorsitzende vor den rund 180 Gästen aus ganz Baden-Württemberg.

Es sei Verantwortung der Politik dafür zu sorgen, so Wolf, dass die Stimmung in der Bevölkerung trotz zunehmender Probleme bei der Flüchtlingsunterbringung positiv bleibe. "Deshalb sollten wir uns jetzt zusammensetzen", formulierte Wolf sein Angebot an die grün-rote Landesregierung. Bei diesem Gipfel sollten Unterbringung, Finanzierung und Integration der Flüchtlinge neu thematisiert werden. Die ehrenamtlichen Helfer haben zudem zum Ausdruck gebracht, dass Sie bei Ihrer Arbeit auf professionelle Hilfe angewiesen seien.

Wolf dankte den ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern aus dem ganzen Land, weil sie Menschen bei der Ankunft und der Integration unterstützen, die zuvor oft unter Todesangst nach Europa geflohen sind. "Dank der Ehrenamtlichen erfahren die Menschen hier bei uns in Baden-Württemberg auch Menschlichkeit und Herzenswärme. Dabei danke ich auch den Kirchen, die sich in vorbildlicher Weise in der Flüchtlingshilfe engagieren."

Bernhard Lasotta, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion mahnte, dass sich gerade reiche Bundesländer stärker in der Flüchtlingshilfe engagieren müssten. Es gelte aber auch, "den Menschen eine ehrliche Perspektive im Land aufzuzeigen und denen das Handwerk zu legen, die aus der Not und dem Leid der Flüchtlinge Kapital schlagen wollen", so Lasotta.

Ein Chor aus Flüchtlingen aus Dornstetten-Aach begeisterte die Gäste mit mehreren deutschen Liedern. Der Bad Waldseer Künstler Richard Allgaier präsentierte zudem sein Bronze-Kunstwerk, das eindrücklich die drangvolle Enge auf einem Flüchtlingsboot deutlich macht. Im Anschluss an den Empfang gaben die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer im lockeren Gespräch Einblicke in ihre Arbeit.

 

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