08.03.2014

Annette Widmann-Mauz: "Keine Chance für Menschenhandel und Zwangsprostitution"

Die FU-Landesvorsitzende Annette Widmann-Mauz (Bild: FU Deutschlands)


"Wir brauchen eine Reform des Prostitutionsgesetzes: Nur so lassen sich Menschenhandel und Zwangsprostitution verbessern"

"Konkrete Maßnahmen gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution gehören jetzt auf die politische Tagesordnung. Wir brauchen endlich eine Reform des rot-grünen Prostitutionsgesetzes. Nur so lassen sich Menschenhandel und Zwangsprostitution und die Situation der Frauen in der Prostitution verbessern", erklärt die Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg, Annette Widmann-Mauz MdB, anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2014.

Widmann-Mauz: "Das Prostitutionsgesetz von 2002 versagt, wenn es um die polizeiliche Überwachung von Prostitutionsstätten geht. Menschenhandel, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung spielen sich im Prostitutionsmilieu ab. Die Situation in Deutschland hat sich massiv verschlechtert."

Die Straftatbestände zum Menschenhandel müssen überarbeitet und neu strukturiert werden. Zwangsprostitution ist eine moderne Form der Sklaverei, die es zu bekämpfen gilt. Mit einer Erlaubnispflicht von Prostitutionsstätten und angemessenen Kontrollmöglichkeiten für die Behörden kann effektiver gegen die Kriminalität im Prostitutionsmilieu vorgegangen werden.

"Es kann wirklich nicht sein, dass eine Currywurstbude rechtlich stärker überwacht wird als ein Bordell. Wir fordern die Bestrafung von Freiern, die vorsätzlich die Zwangslage des Opfers ausnutzen. Auch Frauen, die käuflichen Sex anbieten, müssen vor gesundheitsgefähr-denden, menschenunwürdigen Praktiken und Arbeitsbedingungen wie Flatrate-Sex, gangbang- und rape-gangbang-Veranstaltungen geschützt werden.

Deshalb unterstützen wir spezifische Hygienevorschriften für Prostitutionsstätten genauso wie eine Kondompflicht. Besonders die Einführung von verpflichtenden, regelmäßigen Untersuchungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst schützt Prostituierte und erleichtert ihnen den Zugang zu Hilfs- und Ausstiegsangeboten", so die Landesvorsitzende der Frauen Union abschließend.

Quelle: Frauen Union Baden-Württemberg

 

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