03.03.2015

"Der Mensch definiert sich nicht nur durch Kaufen und Konsum"

CDU-Landeschef Thomas Strobl setzt sich für den arbeitsfreien Sonntag ein (Bild: CDU Deutschlands)


Zur Forderung des Freiburger Erzbischofs Stephan Burger, den arbeitsfreien Sonntag stärker zu schützen, erklärt CDU-Landeschef Thomas Strobl: "Der Mensch definiert sich nicht nur durch Kaufen und Konsum - deshalb müssen wir Freiräume erhalten. Das ist ganz entscheidend der arbeitsfreie Sonntag."

"Es gehört ein Stück weit vielleicht auch Mut dazu, sich hier einer schleichenden Durch-Ökonomisierung in den Weg zu stellen. Der Mut für den Sonntag lohnt sich aber! Wir wollen nicht, dass sich die Familien der Wirtschaft anpassen, sondern die Wirtschaft soll familienfreundlicher werden!

Natürlich müssen schon heute viele Menschen sonntags arbeiten – beispielsweise bei Polizei und Feuerwehr, in Krankenhäusern, bei den Medien, in der Gastronomie und Hotellerie. Das muss aber doch die Ausnahme bleiben! Der arbeitsfreie Sonntag ist durch nichts zu ersetzen, auch nicht durch einen arbeitsfreien Montag, Dienstag oder Mittwoch.

Sonntags spielen die Kinder ihr Fußball- oder Volleyballturnier, sonntags ist der Familiennachmittag bei den Großeltern - da muss die Familie die Möglichkeit haben, zusammen zu sein. Und auch der Gottesdienst ist übrigens überwiegend sonntags – und nicht dienstags. Aus all dem folgt: Der Sonntag ist kein gewöhnlicher Tag, kein siebter Werktag, kein Tag wie alle anderen, sondern etwas Besonderes. Und das soll auch so bleiben. Dieses Kulturgut wollen wir erhalten!

Deshalb sind Forderungen wie die des Tübinger Oberbürgermeisters Palmer von den Grünen nach 30 verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr strikt und scharf zurückzuweisen. Damit liegen die Grünen daneben – wer das fordert, tötet den Sonntag! Wer die christlichen Werte und Traditionen so einfach der Ökonomie opfern will, braucht sich nicht wundern, wenn sich Menschen aus anderen Kulturkreisen bei uns nicht integrieren wollen. Sie ziehen sich unter dem Vorwand zurück, wir würden unsere eigenen Wurzeln nicht ernst nehmen. Es darf keine weitere 'Verwerktagung' des Sonntags geben."

 

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