31.03.2012

Strobl bietet Landesregierung "Pakt für den Ausbau der Ganztagsschulen" an

CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl bei seiner Begrüßungsrede (Bild: CDU-BW)

Viele Fragen und eine lebhafte Diskussion im SpOrt Stuttgart (Bild: CDU-BW)

Einer der Referenten: Personalchef Wilfried Porth von der Daimler AG (Bild: CDU-BW)

Landesvorsitzender Thomas Strobl nimmt viele gute Ansätze mit (Bild: CDU-BW)


Gesellschafts- und frauenpolitischer Kongress "Chefin? Na klar! – Frauen gehen in Führung" in Stuttgart -

"Der Ausbau der Kleinkindbetreuung war und ist notwendig. In der Diskussion darüber ist meines Erachtens in den letzten Jahren aber aus dem Blick geraten, dass wir auch bei der Ganztagsschule – gerade bei den Grundschulen – einen ganz erheblichen Nachholbedarf haben", sagte der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl, beim gesellschafts- und frauenpolitischen Kongress "Chefin? Na klar! – Frauen gehen in Führung" in Stuttgart.

"Es ist völlig unsinnig, dass wir im Bereich der Kleinkindbetreuung ein bedarfsdeckendes Betreuungsangebot schaffen, zugleich aber die Ganztagsbetreuung im Grundschulbereich vernachlässigen. Das ist Politik nach dem Motto: Mit dem einen Fuß aufs Gaspedal, mit dem anderen auf die Bremse! So entsteht im schulpflichtigen Alter der Kinder eine Betreuungslücke, die die Erfolge des Ausbaus der Kleinkindbetreuung zunichtemacht. Deshalb lade ich die grün-rote Landesregierung ein, zusammen mit der CDU Baden-Württemberg einen Pakt für den Ausbau der Ganztagsschulen zu schließen. Sechs Jahre nach der Entwicklung der ersten Ganztagsschulkonzeption sollten wir gemeinsam den aktuellen Bedarf ermitteln, die erforderlichen Mittel für einen beschleunigten Ausbau bereitstellen und gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, diesen beschleunigten Ausbau im Landeshaushalt gegenzufinanzieren. Denn eines ist klar: Der Ausbau der Ganztagsschule darf gerade mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder nicht über neue und dauerhafte Schulden finanziert werden."

Wenn wir im Bereich der Grundschulen ein vergleichbares Betreuungsangebot schaffen wollen wie im Bereich der Kleinkindbetreuung, so Strobl weiter, müsse in Baden-Württemberg, grob geschätzt, an rund 1.000 Schulen ein entsprechendes Angebot aufgebaut werden. Von diesem Ziel ist Baden-Württemberg noch weit entfernt: Im Schuljahr 2010/2011 verfügten nur knapp 300 Grundschulen in Baden-Württemberg über ein Ganztagesangebot. Im Zusammenhang mit der Schaffung eines ausreichenden Betreuungsangebotes auch für Schulkinder lasse insbesondere eine Statistik aufhorchen, erklärte der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl.

"Die Teilzeitquote von erwerbstätigen Müttern nimmt nicht – wie man es vielleicht erwarten würde – mit zunehmendem Alter des Kindes kontinuierlich ab. Im Gegenteil, sie steigt an. Unter den Müttern, deren jüngstes Kind im Grundschulalter ist, liegt die Teilzeitquote am höchsten. Das zeigt doch deutlich, dass verlässliche Nachmittagsangebote gerade für Kinder im Grundschulalter nach wie vor nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. Der Blick in die Statistik bestätigt das: In Baden-Württemberg waren im Schuljahr 2010/2011 lediglich knapp 13 Prozent der Grundschulen Ganztagsschulen."

Anerkennung für Bemühungen beim Ausbau der Kleinkindbetreuung

"Wenn man den Gleichstellungsbericht der Bundesregierung liest, dann kommt man immer wieder auf die Doppelbelastung von Familie und Beruf zurück, die gerade die Frauen vor erhebliche Herausforderungen stellt", so der CDU-Landesvorsitzende: "Mag es sich dabei um die ungleiche Bezahlung von Männer und Frauen, mag es sich um die Frage einer existenzsichernden Altersversorgung für Frauen oder um das Thema ‚Frauen in Führungspositionen‘ handeln – ein zentraler Punkt ist immer die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und, damit verbunden, die Schaffung ausreichender Betreuungsmöglichkeiten für kleine und schulpflichtige Kinder.

Beim Krippengipfel unter der Leitung von Bundesminister Ursula von der Leyen ist 2007 vereinbart worden, bis zum Jahr 2013 für jedes dritte Kleinkind unter drei Jahren einen Krippenplatz einzurichten. Für Baden-Württemberg bedeutete dies Ende des vergangenen Jahres, dass noch rund 30.000 zusätzliche Plätze geschaffen werden mussten. Das bisherige Tempo beim Ausbau wird nicht ausreichen, um dieses Ziel zu verwirklichen. Darum ist es gut und richtig, dass die grün-rote Landesregierung in diesem Bereich noch einmal massiv investiert – auch wenn wir über die Finanzierung durch eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer unterschiedlicher Meinungen waren und sind."

CDU-BW.TV hat im Anschluss an den Fachkongress in Stuttgart mit Thomas Strobl und Annette Widmann-Mauz gesprochen:

Flash ist Pflicht!

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Hier finden Sie Bilder vom Fachkongress "Chefin? - Na klar".

 

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