18.06.2012

"Starkes Bekenntnis für den direkten Anschluss der Gäubahn an den Landesflughafen und die Landesmesse über die Rohrer Kurve"

Bild: Aldinger und Wolf


Der Gäubahnanschluss ist auch mit großen Wachstumschancen für den Flughafen und die Landesmesse verbunden

"Stuttgart 21 wird es ermöglichen, die Schienennetze von Süden nach Nordosten durchzubinden. Namentlich von Zürich bzw. Singen über Stuttgart und den Stuttgarter Flughafen und die Landesmesse über Aalen bis an die bayerische Grenze, Nürnberg und dort weiter an die Schnellbahntrasse Erfurt-Berlin. Die Gäubahn war und ist bei diesen Planungen folglich der zentrale Bestandteil. Sie muss daher direkt an den Flughafen Stuttgart und die Landesmesse angebunden werden", erklärten der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Hauk MdL, und die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Nicole Razavi MdL, in Böblingen.

"In einer gemeinsamen Veranstaltung zum Anschluss der Gäubahn, die auf Initiative der CDU Landtagsfraktion, des Interessenverbands Gäu-Neckar-Bodensee-Bahn und des Landkreises Böblingen stattgefunden hat, haben die Teilnehmer eine Resolution verabschiedet, die die Landesregierung und die Verfahrensverantwortlichen des Filderdialogs auffordert, sich an die Prämissen zu halten und das Ergebnis der Volksabstimmung zu achten", so Hauk und Razavi. An der Veranstaltung nahmen Abgeordnete, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Kreisräte und Gemeinderäte, Regionalverbandsvertreter der Anlieger entlang der Gäubahn, am Bodensee, in den Regionen Heilbronn-Franken und in Ostwürttemberg teil.

Gäubahnanschluss bietet große Wachstumschancen für Flughafen und Messe

"Der Gäubahnanschluss ist auch mit großen Wachstumschancen für den Flughafen und die Landesmesse verbunden. Über diese Gesamtheit des Projektes S 21 wurde am 27. November von den Menschen im Land abgestimmt, nicht nur über den Bahnhof in Stuttgart. Mit einer überzeugenden Mehrheit haben sich die Menschen im Land für Stuttgart 21 ausgesprochen. Im Besonderen haben die Menschen entlang der Gäubahn, am Bodensee, in den Regionen Heilbronn-Franken und in Ostwürttemberg mit ihrer großen Zustimmung für Stuttgart 21 die Vorteile dieser Trassenführung bestätigt", sagten Razavi und der Geschäftsführer des Interessenverbands Gäu-Necker-Bodensee-Bahn, Rainer Kaufmann.

"Dies muss die Landesregierung endlich verstehen und dafür sorgen, dass dieser Wille auch umgesetzt wird. Allein schon deshalb ist die Trassenführung der Gäubahn über die Rohrer Kurve mit direktem Anschluss an den Flughafen und die Landesmesse ist nicht verhandelbar", ergänzte Razavi.

"Beim Filderdialog geht es nicht darum, die Trassenführung der Gäubahn neu zu verhandeln. Diese stellt eine Prämisse von Stuttgart 21 darstellt. Es geht beim Filderdialog darum, zu diskutieren, ob es auf den Fildern eine noch optimalere Lösung gibt", erklärte Hauk.

Dringend benötigte verbesserte Verkehrssituation im Kreis Böblingen wird erreicht

"Ich habe mich im Vorfeld zur Volksabstimmung zum Kündigungsgesetz massiv für Stuttgart 21 eingesetzt. Dieses Projekt führt zur dringend benötigten Entlastung der A81. Weltfirmen wie IBM, HP und Daimler setzen auf die gemachten Zusagen der Bahn und der Landesregierung", so der Böblinger Landrat Roland Bernhard. "Ich habe mich von Anfang an klar hinter das Projekt gestellt und die schnelle Anbindung an Flughafen und Messe für den Landkreis Böblingen hervorgehoben. Diese Vorteile waren die Geschäftsgrundlage der Volksabstimmung zum Kündigungsgesetz über Stuttgart 21. Es kann nicht sein, dass sie im Nachhinein konterkariert werden."

Durch den Vorschlag der Region Neckar-Alb einer neuen Streckenführung würde im Landkreis Böblingen, insbesondere an den beiden Bahnhöfen Herrenberg und Böblingen-Sindelfingen, Zugverbindungen ganz oder teilweise wegfallen. "Bereits heute pendeln täglich tausende Menschen auf der Gäubahn zu den im Kreis Böblingen ansässigen Weltunternehmen", so Bernhard weiter. "Wir setzen mit der Umsetzung von Stuttgart 21 und der Rohrer Kurve auch auf die Wiedereinführung eines ICE-Halts in Böblingen. Bahn-Chef Grube hat mir das bei seinem Besuch hier im Landratsamt vergangenes Jahr auch in Aussicht gestellt. Bei einer Realisierung durch das Neckartal wäre das hinfällig." Für die Wiedereinführung des ICE-Halts in Böblingen hatte sich auch die Wirtschaft im Landkreis Böblingen eingesetzt.

"Wir beteiligen uns auch finanziell massiv am Bahnprojekt Stuttgart 21. Eine Beteiligung der Landkreise Reutlingen und Tübingen gibt es hingegen nicht. Es darf nicht sein, dass diejenigen, die mitfinanzieren, schlichtweg aufs Abstellgleis gestellt werden", betonte der Landrat. Über die Umlagezahlungen an den Finanzierungspartner Verband Region Stuttgart werden aus dem Landkreis Böblingen 14,8 Millionen Euro an Stuttgart 21 fließen.

Quelle: CDU-Landtagsfraktion

 

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