06.02.2012

"Realschulen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg"

Gespräch mit Vertretern der Realschullehrer: Jürgen Böhm, Irmtrud Dethleffs-Niess und Thomas Strobl (v.l.n.r., Bild: CDU-BW)


CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl ist sich mit Vertretern der Realschullehrer (RLV und VDR) in wesentlichen Bildungsfragen einig

Zu einem Gedankenaustausch über die Zukunft der Realschulbildung in Baden-Württemberg trafen sich der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl, mit der Verbandsspitze des Realschullehrerverbandes Baden-Württemberg, vertreten durch die Landesvorsitzende Irmtrud Dethleffs-Niess und den Bundesvorsitzenden des Verbandes der Realschullehrer, Jürgen Böhm, in Stuttgart.

"Die Realschule in Baden-Württemberg bildet das Rückgrat des differenzierten Schulsystems und darf folglich als die Aufsteigerschule nicht vernachlässigt werden", dies betonten übereinstimmend der CDU-Landesvorsitzende und die Realschulvertreter. Realschulen und berufliche Gymnasien bilden zusammen das G9, welches immerhin rund die Hälfte der Hochschulzugangsberechti-gungen in Baden-Württemberg vergibt. Eltern schätzen das pädagogische Profil dieser Schulart, welche die individuelle Förderung der Jugendlichen und die Arbeit mit deren persönlichen Stärken in den Mittelpunkt stellt.

Nicht nachvollziehbar – und nur mit einem Informationsdefizit erklärbar - bleibt auf diesem Hintergrund das Bedauern der Kultusministerin darüber, dass immerhin 18 Prozent der Eltern landesweit diese Schulart für ihre Kinder wählen.

Bedingt durch zunehmende Heterogenität und einen ungebremsten Zustrom hat die Realschule einen hohen Bedarf an Ausstattung und Ressourcen. Um das bislang hohe Niveau der Realschule zu halten, muss dieser Bedarf auch künftig gedeckt sein. So bleibt unverständlich, dass trotz entsprechender Versprechungen der Ministerin im Organisationserlass für das neue Schuljahr keinerlei Stunden für Fördermaßnahmen oder Hausaufgabenbetreuung an den Realschulen vorgesehen sind. Gerade die hohe Durchlässigkeit der Realschule sowohl ins duale System als auch in die beruflichen Gymnasien und hinein in hochqualifizierte Berufe muss verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden, so die übereinstimmende Meinung.

Vor allem die herausgehobene Stellung des mittleren Bildungsabschlusses an der Realschule, als elementarer Beitrag zur Sicherung der Bildungsqualität des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg, erfordert eine weitere Stärkung der Realschule. "Ein Land wie Baden-Württemberg mit seiner hochspezialisierten Wirtschaft kann nicht auf die hohe Qualität der Realschulabsolventen verzichten", so Dethleffs-Niess, Strobl und Böhm.

Quelle: Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) und Realschullehrerverband Baden-Württemberg (RLV)

 

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