04.04.2012

Neue Impulse für die programmatische Arbeit der CDU Baden-Württemberg

CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl (Mitte) und die beiden Projektleiter von ´Frauen im Fokus´, Katrin Schütz und Claus Paal (Bild: CDU-BW)


Thomas Strobl, Katrin Schütz und Claus Paal stellen Projekt "Frauen im Fokus" vor - Pressekonferenz in Stuttgart

Für die CDU Baden-Württemberg ist 2012 das "Jahr der Frau", so deren Landesvorsitzender Thomas Strobl MdB in Stuttgart: "Wir als CDU Baden-Württemberg wollen uns in diesem Jahr besonders mit gesellschafts- und familienpolitischen Fragen beschäftigen - mit Fragen, die nicht nur, aber gerade auch Frauen interessieren und beschäftigen. Vor allem wollen wir diese Themen und die damit verbundenen Inhalte nicht in irgendeinem Hinterzimmer verhandeln und vorgeben, sondern direkt die Frauen befragen, was sie beschäftigt, welche Themen sie interessieren und was ihnen wichtig ist. Das leistet unser Projekt ‚Frauen im Fokus‘. Anders als bei Grün-Rot ist das eine ‚Politik des Gehörtwerdens‘, die nicht nur da zuhört, wo einem das Gehörte gefällt. Die CDU Baden-Württemberg ist bereit, den Menschen zuzuhören und ihre eigenen Positionen zu überdenken."

"Wir können nicht zufrieden sein damit, wie die CDU bei der letzten Landtagswahl bei den Frauen abgeschnitten hat", erläutert Thomas Strobl: "Praktisch in allen Altersgruppen lag die CDU bei den unter 60-jährigen Frauen hinter den Grünen." Die repräsentative Wahlstatistik des Statistischen Landesamtes weist lediglich in der Gruppe der 25- bis 34-jährigen Frauen einen Vorsprung der CDU von 1,9 Prozentpunkten aus: "Dieses schlechte Abschneiden lässt sich zu einem Teil mit dem schrecklichen Unglück in Fukushima erklären, aber eben nur zum Teil. Ich bin davon überzeugt, dass das Problem tiefer liegt - dass es damit zu tun hat, dass es gerade bei Frauen regelrecht ‚out‘ ist, die CDU zu wählen. Das hängt sicher teilweise mit den Inhalten zusammen, für die die CDU steht, aber auch damit, wie die CDU öffentlich wahrgenommen wird."

"Mit dem Projekt ‚Frauen im Fokus‘ wollen wir die Beweggründe verstehen, warum die Frauen bei der letzten Landtagswahl so gewählt haben, und bei den Frauen als Partei wahrgenommen werden, die sich für ihre Belange interessiert und politisch etwas für die Frauen und Familien erreichen möchte", sagt Katrin Schütz MdL, die als CDU-Landesvorstandmitglied "Frauen im Fokus" zusammen mit Claus Paal MdL ins Leben gerufen hat. Beide treiben das Projekt gemeinsam voran: "Deshalb wollen wir mit ‚Frauen im Fokus‘ den Dialog mit den Frauen im Land verstärken. Wir wollen die Meinung der baden-württembergischen Frauen zu Themen wie der Energie- und Umweltpolitik, der Finanzpolitik und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf herausfinden."

Im Mai startet das Projekt mit drei Befragungs-Modulen: einer repräsentativen Telefonbefragung, einer Online-Befragung sowie einer Straßenbefragung durch die CDU-Verbände vor Ort. "Die Ergebnisse der Befragungen werden von Professor Gabriel von der Universität Stuttgart wissenschaftlich fundiert ausgewertet und für die CDU nutzbar gemacht", so Katrin Schütz: "Um wissenschaftlich vergleichbare Aussagen zu erhalten, ist es erforderlich, neben den Frauen auch Männer zu befragen."

"Für mich als neuen Kandidaten war es eine negative Erfahrung, wie schwer Frauen für die CDU im Straßenwahlkampf 2011 zu erreichen waren", sagt Claus Paal: "Das war für mich die Initialzündung, weshalb ich mich für ‚Frauen im Fokus‘ engagiere. Als Unternehmer durfte ich viele Jahre die Erfahrung machen, dass Teams aus Frauen und Männern wesentlich kreativer und zielorientierter zusammen arbeiten. Dies war für mich Vorbild für meine politische Tätigkeit. Und deshalb werde ich mitarbeiten, Frauen noch mehr für unsere Politik zu interessieren, ihnen zuzuhören und sie einzubinden."

"Die Ergebnisse von ‚Frauen im Fokus‘ werden im Sommer 2012 vorliegen. Aus ihnen erhoffen wir uns Impulse für die programmatische Diskussion innerhalb unserer Partei, die so einen Beitrag für die inhaltliche Neu-Aufstellung der CDU Baden-Württemberg liefern werden", erläutern Thomas Strobl, Katrin Schütz und Claus Paal die Bedeutung des Projekts für die Partei.

Strobl bietet "Pakt für den Ausbau der Ganztagsschulen" an

"Eine sehr gute Veranstaltung mit interessanten Gesprächen und guten inhaltlichen Anstößen", zieht der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl darüber hinaus Bilanz des gesellschafts- und frauenpolitischen Kongresses "Chefin? Na klar! – Frauen gehen in Führung", der am vergangenen Samstag in Stuttgart stattgefunden hat und Auftakt für das ‚Jahr der Frau‘ war: "Ob man sich mit der Frage beschäftigt, wie mehr Frauen in Führungspositionen kommen, oder ob man sich mit der ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern beschäftigt - die zentrale Herausforderung der Familien, gerade der Frauen, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

Deshalb seien die Anstrengungen der grün-roten Landesregierung beim Ausbau der Kleinkindbetreuung - bei allen Differenzen über die Finanzierung durch eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer - anzuerkennen: "Wir dürfen aber über den Ausbau der Kleinkindbetreuung nicht die Grundschulen vergessen. Die entscheidende Betreuungslücke besteht gerade beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule." Deshalb steige ab diesem Zeitpunkt auch die Teilzeitquote der Mütter an, statt zu sinken, wie man es vielleicht erwarten könne.

"Deshalb biete ich der grün-roten Landesregierung an, gemeinsam mit der CDU Baden-Württemberg einen Pakt für den Ausbau der Ganztagsschulen zu schließen", so Strobl: "Wir sollten gemeinsam den aktuellen Bedarf ermitteln, die erforderlichen Mittel für einen beschleunigten Ausbau bereitstellen und nach Möglichkeiten suchen, diesen rascheren Ausbau im Landeshaushalt gegenzufinanzieren. Denn es eines ist klar: Der Ausbau der Ganztagsschule darf gerade mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder nicht über neue und dauerhafte Schulden finanziert werden."

Hier geht´s zu unserer Sonderseite "Frauen im Fokus".

 

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