28.03.2012

Mit Kind und Kegel: Wie steht es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Land?

Bild: Yuri Arcurs / fotolia.com


Gesellschafts- und frauenpolitischer Kongress der CDU Baden-Württemberg am 31. März 2012

"Mit Kind und Kegel: Beruf und Familie in Balance?!" – Ist das eine Beschreibung der realen Arbeitskultur, eine Messlatte oder doch nur eine leere Hülse? Mit ihrem gesellschafts- und frauenpolitischen Kongress am 31. März 2012 in Stuttgart will die CDU Baden-Württemberg Lösungen aufzeigen, wie sich Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren lassen.

"Alleine mit Blick auf den Fachkräftebedarf infolge des demografischen Wandels können wir auf das Potenzial gut ausgebildeter Frauen keinesfalls verzichten", so Thomas Strobl, Landesvorsitzender der CDU Baden-Württemberg, "deshalb müssen wir den Kongress nutzen, um für dieses Thema weiter zu sensibilisieren und gemeinsam mit der Wirtschaft Lösungen erarbeiten." Annette Widmann-Mauz, stellvertretende Landesvorsitzende der CDU und Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg fügt hinzu: "Gute Beispiele gibt es, doch leider viel zu wenige Nachahmer."

67 Prozent der Befragten mit Kindern unter 18 Jahren gaben 2011 bei einer bundesweiten Untersuchung im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen Jugend an, dass sich Beruf und Familie nicht gut miteinander vereinbaren ließen. Der Blick auf Baden-Württemberg spricht Bände: Aktuellen Zahlen zufolge arbeiten von den erwerbstätigen Müttern im Land nur 24 Prozent in Vollzeit, 76 Prozent in Teilzeit – eine Wiederaufnahme einer Vollzeittätigkeit scheint nur wenigen möglich.

Im Rahmen der 2020-Strategie der Europäischen Union hat sich Deutschland verpflichtet, den Anteil der berufstätigen Frauen insgesamt weiter zu erhöhen. "Dies sollte für Baden-Württemberg ein Ansporn sein, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen", sind sich Strobl und Widmann-Mauz einig. Doch wie stellt sich die Situation im Land aktuell dar und was gibt es bis ins Jahr 2020 noch zu tun? Zu Beginn des Kongresses am kommenden Samstag liefern Statements aus Wirtschafts- und Arbeitsmarktsicht erste Antworten.

Anschließend gibt es Podien mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden. Die Runde "Karriere mit Kind und Kegel: (Frauen-) Arbeit in Baden-Württemberg" soll Aufschluss geben, wie Männer und Frauen die Balance von Beruf und Familie finden und wie Tarifpartner und Kommunen sie dabei unterstützen können. Im Anschluss geht es mit einer Runde zum "Gipfelsturm auf Stöckelschuhen" weiter, einer hochaktuellen Diskussion zu Frauen in Führungspositionen und der Forderung nach einer diesbezüglichen gesetzlichen Regelung. "Baden-Württemberg ist ein starker Wirtschaftsstandort mit weltweit führenden Unternehmen – unsere Betriebe müssen deshalb Vorbild sein, wenn es heißt: Chefin? Na klar! Frauen gehen in Führung", so Annette Widmann-Mauz.

Zu dem Kongress am 31. März 2012 im SpOrt Stuttgart sind alle interessierten Bürger eingeladen. Anmeldungen sind erbeten unter http://www.cdu-bw.de/?id=1382.

 

 

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