26.03.2014

Landesfachausschuss für Wissenschaft diskutierte über Hochschulfinanzierung

LFA Wissenschaft zur Hochschulfinanzierung mit Wolfram Ressel, Stefan Küpper und Volker Haug (v.l.n.r., Bild: CDU-BW)

Den Hochschulen müssen in den nächsten Jahren mehr Mittel zufließen (Bild: CDU-BW)

Trotz des enormen Anstiegs der Anfänger und Absolventen blieb der Landeszuschuss nahezu konstant (Bild: CDU-BW)


Die Sitzung des Landesfachausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst der CDU Baden-Württemberg fand zum Thema Hochschulfinanzierung statt.

Als Referenten waren der Geschäftsführer der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände, Stefan Küpper, und der Rektor der Universität Stuttgart, Wolfram Ressel, zu Gast. Einig waren sich die Mitglieder des Landesfachausschusses darin, dass den Hochschulen in den nächsten Jahren deutlich mehr Mittel, vor allem über die Grundfinanzierung und für den Hochschulbau, zufließen müssen.

Die Abschaffung der Studiengebühren, die höhere Zahl von Studienanfängern und Absolventen sowie die teilweise seit 15 Jahren gleich hohen Zuweisungen an die Hochschulen (es gibt keinen Inflationsausgleich!) sorgen dafür, dass der Wissenschaft insgesamt und vor allem für die Lehre zu wenig Geld zur Verfügung steht.

"Die Grundmittel je Absolvent an den Hochschulen nehmen stetig ab, während die Absolventenzahlen kontinuierlich ansteigen", so Stefan Küpper, Geschäftsführer der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitsgeberverbände. Rektor Wolfram Ressel schilderte aus Sicht der Universität Stuttgart, dass sich zwar die Drittmitteleinnahmen deutlich erhöht haben, dies aber bei einem nahezu gleichbleibenden Landeszuschuss trotz eines enormen Anstiegs der Anfänger- und Absolventenzahlen.

"Die Hochschulen brauchen vor allem Planungssicherheit, eine
höhere Grundfinanzierung und einen Inflationsausgleich bei den Zuweisungen", so Rektor Ressel. "Dies müssten Ergebnisse einer Folgevereinbarung zum Solidarpakt II sein."

Die Vorsitzende des Landesfachausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst der CDU Baden-Württemberg, Gisela Meister-Scheufelen, sieht den Druck auf die Bundesländer durch steigende Studierendenzahlen bei der gleichzeitigen Haushaltskonsolidierung enorm anwachsen. Sie und ihr Stellvertreter Volker Haug, der die vergangene Sitzung leitete, sind sich einig, dass das Land seiner Finanzierungsverantwortung im wachsenden Hochschulbereich gerecht werden muss.

Die Qualität der Hochschulausbildung und die Bildungschancen einer zunehmenden Zahl junger Menschen in Baden-Württemberg hängen davon ab, dass das Land auch finanzpolitisch hier eine besondere Priorität setzt, so Meister-Scheufelen und Haug.

 

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