25.11.2013

Kritik an grün-roter Mehrbelastung für Studenten

CDU-Nachwuchs kritisiert geplante Änderung des Hochschulgebühren-gesetzes (Bild: JU-BW)


CDU-Nachwuchs kritisiert geplante Änderung des Hochschulgebührengesetzes - Jeder Aufnahmetest an einer Hochschule im Land soll künftig bis zu 100 Euro kosten. So plant es die grün-rote Landesregierung.

"Beinahe jeder Student bewirbt sich heutzutage gleichzeitig an mehreren Hochschulen. Immer mehr Hochschulen führen Bewerbungsgespräche durch, um ihre potenziell neuen Studenten besser kennenzulernen. Damit können mehrere hundert Euro Bewerbungskosten auf einen Studenten zukommen. Dieses Vorgehen ist leicht durchschaubar: Vordergründig schafft Grün-Rot die Studiengebühren ab, tatsächlich werden die Studentinnen und Studenten durch die Hintertür wieder belastet", sagten der Landesvorsitzende der Jungen Union Baden-Württemberg, Nikolas Löbel, die Landesvorsitzende des RCDS, Ronja Schmitt, und der Landesvorsitzende der Schüler Union, Marius Misztl.

Die Jugendverbände der Union starten daher eine gemeinsame Aktionswoche gegen Gebührenerhöhungen an verschiedenen Hochschulen im Land: "Grün-Rot fährt einen hochschulpolitischen Schlingerkurs. Damit macht Ministerin Bauer Baden-Württemberg zu einem unattraktiven Studienstandort. Erst wurden Studiengebühren abgeschafft und jetzt muss wohl versucht werden, die jährlich weggefallenen 140 Mio. Euro für die Qualitätssicherung an unseren Hochschulen über Umwege reinzuholen. Mit der Änderung des Hochschulgebührengesetzes schafft es die Landesregierung tatsächlich, die Studienplatzvergabe vom Geldbeutel abhängig zu machen. Das ist ein Weg in die falsche Richtung", kritisierten Löbel und Misztl.

"Schon im letzten Jahr sei der Verwaltungskostenbeitrag um die Hälfte gestiegen. "Zudem wurden im Sommer Studienbeiträge für die Minderheit der Nicht-EU-Ausländer diskutiert und jetzt will Grün-Rot tatsächlich die Hochschulen verpflichten, allein für die Durchführung eines Aufnahmetests, der ja nicht zwangsläufig zu einer Zulassung führt, 100 Euro zu kassieren. Und nicht nur hierbei greift die Landesregierung den Studenten in die Tasche. Es sollen außerdem für außercurriculare Veranstaltungen außerhalb des Sprachen- und IT-Bereichs – wie z.B. dem Hochschulsport – oder bei Deltaprüfungen Gebühren eingeführt werden", erläuterte die RCDS-Landesvorsitzende Ronja Schmitt.

"Wir fordern die grüne Wissenschaftsminister Theresia Bauer auf, von der geplanten Gesetzesänderung Abstand zu nehmen. Diese Maßnahmen würde die ohnehin schon sehr aufgebrachte Hochschullandschaft abermals schwächen. Mit unserer Plakataktion in dieser Woche wollen wir die Menschen und insbesondere die Studierenden über dieses Vorgehen informieren", so die drei Landesvorsitzenden.

Der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl, unterstützt die Initiative der drei Parteinachwuchs-Verbände: "Es ist grün-rote Scheinheiligkeit, mit großem Tamtam die Studiengebühren abzuschaffen, aber durch die Hintertür Gebühren für nichts weiter als einen Zulassungstest verlangen zu wollen. JU, RCDS und SU legen den Finger in die genau richtige Wunde."

Quelle: Junge Union Baden-Württemberg

 

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