02.03.2012

Jahresempfang der CDA Baden-Württemberg mit Landtagspräsident Guido Wolf

CDA-Jahresempfang mit Landtagspräsident Guido Wolf und CDA-Landeschef Christian Bäumler in Stuttgart (Bild: CDU-BW)

Landtagspräsident Guido Wolf bei seiner Ansprache (Bild: CDU-BW)

CDA-Landesvorsitzender Christian Bäumler bei seiner Rede (Bild: CDU-BW)


Die Soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung der Arbeitnehmer

Mit einem Appell, alles dafür zu tun, die Beschlüsse des letzten CDU-Bundesparteitages zum Thema Leiharbeit und Lohnuntergrenze schnellstens umzusetzen, begrüßte der CDA-Landesvorsitzende Dr. Christian Bäumler die vielen Gäste beim Jahresempfang der CDA Baden-Württemberg in Stuttgart. Ein besonderer Willkommensgruß galt dem Präsidenten des Landtags von Baden-Württemberg und Gastredner Guido Wolf MdL, den zahlreich vertretenen Kollegen der Gewerkschaften, stellvertretend genannt Nikolaus Landgraf vom Deutschen Gewerkschaftsbund und Volker Stich vom Deutschen Beamtenbund, sowie dem Hausherrn Dieter Herold vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband.

Landtagspräsident Guido Wolf MdL begann mit einem launigen Vergleich aus der Fußballwelt und bekannte sich nachdrücklich zum Rezept der Fußballtrainer, das "Spiel über die Flügel" nicht zu vernachlässigen. Er erweise der CDA Baden-Württemberg gerne und mit Respekt seine Referenz und stellte für sich klar: Die CDU in unserem Land sollte sich glücklich schätzen, eine so kantig-unerschrockene Arbeitnehmerorganisation zu haben. Er empfinde die punktgenauen Zwischenrufe und die konstruktiven sachpolitischen Impulse vom vermeintlich "linken Flügel" stets als - buchstäblich - "bedenkenswert", belebend und wohltuend. Gerade einer Volkspartei stünde es gut an, nicht total homogenisiert und pasteurisiert wie H-Milch zu erscheinen. Für ihn ist die CDA das Vitamin C der Volkspartei CDU.

Der Schlüsselsatz seiner Ausführungen, gleichzeitig auch eine Aufforderung an die CDU, dieses immer wieder konkret aufzuzeigen, lautete: Die Soziale Marktwirtschaft ist die Wirtschaftsordnung der Arbeitnehmer. Die "Modedroge" Neoliberalismus mache es sich im Grunde zu einfach, mit dem Motto "Der Markt wird’s schon richten": Kaufkraft scheint wichtiger als Überzeugungskraft. Die Soziale Marktwirtschaft hingegen ist ein mühseliges Geschäft: Das Soziale muss permanent geformt, gesichert, neu tariert werden. Man muss an mehr glauben als an volle Schaufenster!

Deshalb sei "Wirtschaft" stets auch von "unten nach oben" zu denken. Eine Begründung: Das Arbeitsverhältnis bleibe für unsere Gesellschaft prägend. Somit sind CDA-Themen auch keine "Bremserthemen" - es seien Zukunftsthemen! Dabei helfen der CDA die katholische Soziallehre und die evangelischen Sozialethik. Sie schöpfe aus sehr tiefen, ergiebigen Brunnen. "Die CDA sollte also mit Wortmeldungen nicht sparen", so Wolf. "Das würde der gedanklichen Klarheit der Tagespolitik gut tun." Und weiter: "Was in der CDU als ´linker Flügel´ gilt, ist im Großen und Ganzen tatsächlich die Mitte. Die CDU braucht nicht weniger ´Vitamin CDA´, sondern mehr!"

Ein herzlicher Applaus der Zuhörer zeigten Guido Wolf auf, dass seine deutlichen, klaren und auch fordernden Ausführungen verstanden und verinnerlicht wurden. Gerhard Winter, Bezirksvorsitzender der CDA Nordwürttemberg, dankte zum Abschluss allen, die zum Gelingen dieses - inzwischen zur Tradition gewordenen – CDA-Jahresempfang beigetragen haben.

Quelle: CDA Baden-Württemberg

 

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