08.05.2013

Gespräch mit dem Vorsitzenden des Philologenverbandes zur Bildungspolitik

Pressekonferenz im Anschluss an das Gespräch mit dem Philologenverband im Landesvorstand (Bild: CDU-BW)


Der Landesvorsitzende des Philologenverbandes, Bernd Saur, war zum Gespräch im CDU-Landesvorstand: "Es gibt einen klaren Unterschied zwischen den Lippenbekenntnissen und der tatsächlichen Politik der Landesregierung."

Der Vorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg, Bernd Saur, war zu einem gemeinsamen Gespräch über die baden-württembergische Bildungspolitik im CDU-Landesvorstand. Zusammen mit den Mitgliedern des Landesvorstandes und in der anschließenden Pressekonferenz ging Saur – zusammen mit dem CDU-Landeschef Thomas Strobl – mit der Bildungspolitik der Landesregierung hart ins Gericht.

"Es gibt einen klaren Unterschied zwischen den Lippenbekenntnissen und der tatsächlichen Politik der Landesregierung", so der Vorsitzende des Philologenverbandes. Die Landesregierung gebe zwar Bestandsgarantien für das Gymnasium ab, ziehe allerdings gleichzeitig erhebliche Ressourcen aus den Gymnasien des Landes ab. Jahr für Jahr werden beispielsweise über 350 Lehrerstellen an den baden-württembergischen Gymnasien gestrichen und zum Teil der Gemeinschaftsschule zugewiesen.

Die Landesregierung, die "die individuelle Förderung der Schüler als Zauberwort auf den Lippen führt", trage nichts dazu bei, dass diese individuelle Förderung auch umgesetzt werde. Bernd Saur kritisierte, dass die Landesregierung eine Politik gegen die Schulart Gymnasium mache. Die Folge sei eine Erosion des Gymnasiums.

Auch der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl kritisierte die Bildungspolitik der grün-roten Landesregierung. Die CDU Baden-Württemberg stehe auf der Seite der Gymnasien, der engagierten Lehrerinnen und Lehrer sowie der Eltern. Da nach einer Umfrage des Philologenverbandes davon auszugehen sei, dass jeder zehnte Schüler der Klasse 5 im Gymnasium versetzungsgefährdet ist und viele Schüler schon heute überfordert sind, erwartet Strobl einen deutlichen Anstieg bei den privaten Nachhilfeangeboten.

Zusammen mit der Einführung der Gemeinschaftsschule sieht der CDU-Landesvorsitzende in der Folge einen Boom bei den Privatschulen. "Privatschulen als Ergänzung eines funktionierenden öffentlichen Schulwesens sind richtig und wichtig. Privatschulen als Ersatz eines nicht funktionierenden öffentlichen Schulwesens lehnen wir aber strikt ab", so Strobl. Dies führe zu einer Spaltung der Gesellschaft, denn dann entscheide der Geldbeutel über die Bildungschancen junger Menschen. Das wolle die CDU Baden-Württemberg nicht.

Bilder zum Gespräch mit dem Vorsitzenden der Philologen, Bernd Saur, finden Sie bei Flickr. Das Video zur Pressekonferenz mit Thomas Strobl und Bernd Saur findet sich bei YouTube.

 

KAMPAGNEN & AKTIONEN

Aktuell auf CDU.TV