16.09.2012

FU Baden-Württemberg: Gegen Altersarmut und für parteiübergreifende Frauenarbeit!

Landesdelegiertentag der Frauen Union Baden-Württemberg bei der IHK Karlsruhe (Bild: CDU-BW)

Die Bezirksvorsitzende Katrin Schütz und die Landesvorsitzende Annette Widmann-Mauz (Bild: CDU-BW)

Gesprächsrunde unter anderem mit Angelika Klingel und Maya Götz (Bild: CDU-BW)


Zu den Beschlüssen des Landesdelegiertentags der Frauen Union Baden-Württemberg erklärte die Landesvorsitzende, Annette Widmann-Mauz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit:

"Die Frauen Union Baden-Württemberg hat einmal mehr deutlich gemacht: Wir sind eine starke Stimme im Land, wenn es darum geht, Altersarmut vorzubeugen. Mit der Forderung, Kindererziehungszeiten in der Rente für vor 1992 geborene Kinder noch stärker zu berücksichtigen, erkennen wir die Zeichen der Zeit: Denn Altersarmut nimmt immer mehr zu – betroffen sind dabei auch in Baden-Württemberg immer mehr Frauen."

Deshalb hat die Frauen Union Baden-Württemberg auf ihrem diesjährigen Landesdelegiertentag neben dem Rollenbild von Frauen in den Medien auch das Thema Alterssicherung in den Fokus gerückt. Derzeit werden jungen Müttern drei Entgeltpunkte pro Kind in der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet. Ältere Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern bekommen nur einen Entgeltpunkt. Kindererziehung ist neben Erwerbsarbeit eine Voraussetzung unserer umlagefinanzierten Rentenversicherung. Die CDU hat sich wiederholt für eine bessere Anerkennung der Kindererziehungszeiten für vor 1992 geborene Kinder ausgesprochen.

Ältere Mütter waren in geringerem Umfang erwerbstätig als heute. Ihnen fehlten die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Als ihre Kinder klein waren, gab es keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, kein Elterngeld, keine dreijährige Erziehungszeit mit Rückkehrgarantie, keine Hortbetreuung und keine Ganztagsschulen. In dieser Situation entschieden sich viele Mütter für eine längere berufliche Unterbrechungszeit zur Erziehung ihrer Kinder. Zudem gibt es in dieser Altersgruppe eine zunehmende Zahl von Alleinerziehenden und Geschiedenen und sie sind bereits von der Absenkung des Rentenniveaus betroffen.

Annette Widmann-Mauz betonte: "Mit ihrer Entscheidung für Kinder haben diese älteren Mütter einen wesentlichen Beitrag für unsere umlagefinanzierte Rentenversicherung geleistet. Lebensleistung bedeutet nicht nur Erwerbsarbeit, sondern auch Erziehung der Kinder. Diese Leistung muss endlich stärker und gerechter anerkannt werden. Eine Rentenreform muss deutliche Verbesserungen für ältere Mütter bringen. Nur so lässt sich Altersarmut erfolgreich verhindern."

Sie fordert im Zusammenhang mit der aktuellen Rentendiskussion auch eine Nachjustierung des aktuell gültigen Unterhaltsrechts mit dem Ziel, den Unterhaltsanspruch von Erziehenden zum Wohle kleiner Kinder zu verlängern. Damit sollen im Vertrauen auf den Grundsatz der Wahlfreiheit während der Ehe getroffene Lebensentscheidungen von Ehepartnern auch nach der Ehescheidung respektiert werden.

In ihrem Bericht hob die Vorsitzende hervor, wie wichtig im Zusammenhang mit den drängenden Zukunftsfragen auch die Frauenrepräsentanz in Parlamenten und Gremien ist und forderte die Landesregierung auf, die Bildungsarbeit politischer Frauenorganisationen genauso zu unterstützen, wie sie dies über den Ring der politischen Jugendorganisationen (RpJ) bereits tue.

"Nachdem die Landesregierung die Hoffnungen der Frauen bezogen auf das Paritégesetz zunichte gemacht hat, sollte sie jetzt alles daransetzen, die politische Arbeit von Frauen in den Parteien mit aller Kraft zu unterstützen", so Widmann-Mauz und weiter, "ich fordere deshalb die Landesregierung auf, innovative Frauenpolitik nicht nur auf dem Blatt Papier zu belassen, sondern mit Frauen aller Parteien zusammenzuarbeiten, wenn es darum geht, Frauen in Baden-Württemberg eine starke Stimme zu verleihen."

Quelle: Frauen Union Baden-Württemberg

 

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