05.11.2012

Ergebnisse von "Frauen im Fokus" im CDU-Landesvorstand vorgestellt

Pressekonferenz mit Prof. Oscar Gabriel, Thomas Strobl, Katrin Schütz, Claus Paal und Annette Widmann-Mauz (v.l.n.r., Bild: CDU-BW)

Ergebnisse der Umfragen von ´Frauen im Fokus´ wurden im CDU-Landesvorstand und der Öffentlichkeit vorgestellt (Bild: CDU-BW)


Professor Oscar W. Gabriel, der "Frauen im Fokus" wissenschaftlich begleitet, hat die Ergebnisse des groß angelegten Dialog-Projektes der CDU Baden-Württemberg im Landesvorstand der Südwest-CDU vorgestellt. Dort wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die die weitere Auswertung der Ergebnisse koordiniert und für die Parteiarbeit nutzbar macht; ihren Vorsitz hat der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl.

"Entscheidend ist, dass wir ‚Frauen im Fokus‘ nicht als einmalige Aktion betrachten, die mit der heutigen Präsentation abgeschlossen ist", so Thomas Strobl: "Im Gegenteil, wir wollen uns dauerhaft und ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen. Mit den Umfrageergebnissen von ‚Frauen im Fokus‘ haben wir eine hervorragende Grundlage, daran zu arbeiten." Diese Fortentwicklung werde ein wesentlicher Bestandteil der Neu-Ausrichtung und Neu-Positionierung der CDU Baden-Württemberg sein.

Bis zur Klausurtagung der Funktions- und Mandatsträger der CDU Baden-Württemberg im Kloster Schöntal im Januar 2013 wird die von Thomas Strobl geleitete Arbeitsgruppe Schlussfolgerungen vorlegen, mit welchen inhaltlich-politischen Positionierungen und mit welchen organisationspolitischen Maßnahmen die CDU Baden-Württemberg auf die Ergebnisse von "Frauen im Fokus" reagieren kann. Außerdem will die CDU Baden-Württemberg mehr Frauen für eine Mitarbeit in der CDU gewinnen: Der Landesparteitag im Juli in Karlsruhe hatte dazu das Ziel formuliert, die Kommunalwahllisten paritätisch zu besetzen. Dazu werden in einem breit angelegten Prozess unter der Überschrift "CDU Akademie" die Ergebnisse von  "Frauen im Fokus" in den Orts- und Kreisverbänden der Südwest-CDU vorgestellt und diskutiert.

"In politischen Streitfragen gibt es eine große Übereinstimmung zwischen Männern und Frauen, ebenso hinsichtlich der Einschätzung der Dringlichkeit politischer Aufgaben", zieht Gabriel ein Fazit aus der von ihm ausgewerteten repräsentativen Befragung, für die im April und Mai 2012 1.025 Personen in Baden-Württemberg telefonisch befragt wurden: "Männer und Frauen unterscheiden sich aber stark darin, welcher Partei sie in wirtschaftlichen Fragen die Kompetenz zuweisen. Da liegen bei den Frauen die Grünen weit vorne."

"Mehr Frauen in der CDU, mehr Frauen in unseren Vorständen und mehr weibliche Mandatsträger auf allen Ebenen können unsere Politik wieder näher an die Lebenswirklichkeit der Menschen in Baden-Württemberg bringen", so die Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg, Annette Widmann-Mauz: "Gemischte Teams erzielen erwiesenermaßen bessere Ergebnisse - nicht nur in Unternehmen. Die CDU Akademie wird dazu ganz bewusst einen wichtigen Beitrag leisten."

"Das Interessante an der Straßenbefragung war, dass die Menschen in den freien Feldern zum Teil recht ausführlich formulierten, was sie bewegt. Genau das war das Ziel unseres Projekts. Häufig wurde der Ausbau der Kinderbetreuung gefordert, aber auch Respekt und Anerkennung für Familienarbeit", bestätigt Katrin Schütz, die mit Karlsruhe einen Großstadtwahlkreis vertritt. Claus Paal ergänzt: "Als Wirtschaftspolitiker habe ich mir die Ergebnisse zum Thema Wirtschaft, Wohlstand und Sicherheit besonders genau angeschaut. Es fällt sofort auf, dass Männer der CDU hier die größte Kompetenz zuschreiben, während Frauen dies nicht tun. Eine der Aufgaben, der wir uns 2013 stellen, wird sein, hierfür die genauen Gründe zu ermitteln."

Die beiden Landtagsabgeordneten Katrin Schütz, Mitglied des CDU-Landesvorstandes, und Claus Paal hatten "Frauen im Fokus" initiiert und konzipiert: Das groß angelegte Dialog-Projekt beinhaltete neben der repräsentativen Telefonbefragung eine Online-Befragung sowie eine Aktionsreihe der CDU-Verbände vor Ort, in deren Verlauf in den Orts- und Kreisverbänden viele hundert Gespräche mit Bürgerinnen und Bürger geführt wurden. Insgesamt wurden mehr als 3.500 Frauen und Männer in diesem Projekt befragt.

 

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