19.01.2013

EAK Baden-Württemberg warnt vor grün-roten Plänen zur Einrichtung eines Nationalparks im Nordschwarzwald

EAK-Landesvorsitzende Sabine Kurtz (Bild: CDU-BW)


"Wer die Schöpfung bewahren will, muss sie pflegen", betonte die Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, Sabine Kurtz

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg stellt die Pläne der grün-roten Landesregierung, im Nordschwarzwald einen Nationalpark einzurichten, in Frage. "Wer die Schöpfung bewahren will, muss sie pflegen", betonte die EAK-Landesvorsitzende Sabine Kurtz MdL.

"Den Nordschwarzwald dem freien Spiel der Kräfte zu überlassen, entspricht nicht dem biblischen Auftrag des Bebauens und Bewahrens der Schöpfung", fasste Sabine Kurtz die theologische Diskussion des EAK-Landesvorstandes zusammen.

Die nachhaltige Pflege, welche die baden-württembergische Forstwirtschaft in den vergangenen 40 Jahren geleistet habe, genieße bundesweit und international große Anerkennung. "Ein durch falsches Naturverständnis motivierter Rückzug aus dem Nordschwarzwald kann unabsehbaren Schaden verursachen", befürchtet die CDU-Landtagsabgeordnete mit Blick auf die intensiven Veränderungen, die diese Region durch jahrhundertelange menschliche Nutzung erfahren habe.

In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg sei es durch nachhaltige Forstwirtschaft mittlerweile vorbildlich gelungen, diese Landschaft naturnah weiterzuentwickeln. Das Ergebnis dieser behutsamen Wiederaufforstung und Pflege nach den Kahlschlägen in Not- und Kriegszeiten würden durch einen Nationalpark in kürzester Zeit zunichte gemacht. Das Landschaftsbild, aber auch schützenswerte Arten wären dann den Gefahren von Windbruch und Borkenkäfer und damit der Artenverdrängung preisgegeben.

"Es wäre falsch, den biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung auf ein ´Nichts-Tun´ zu reduzieren", so die EAK-Landesvorsitzende. Stattdessen sei der Mensch aufgefordert, die Schöpfung sorgsam zu nutzen, achtsam zu pflegen und so nachhaltig zu bewahren, denn: "Es gibt keine Erhaltung der Schöpfung ohne menschliches Ordnen und Gestalten."

Von der grün-roten Landesregierung fordert der EAK Baden-Württemberg eine ergebnisoffene Diskussion, die auch andere Schutzmodelle für den Nordschwarzwald erörtert. Es müsse ein Modell gefunden werden, das Schützen und Nutzen miteinander verbinde, z.B. in einem Naturpark-Plus.

Kritik übt der EAK-Landesvorstand an der Vorgehensweise der Landesregierung: "Wer die Schöpfung bewahren möchte, muss auch die Menschen als Geschöpfe betrachten und sollte diejenigen, die von den Auswirkungen eines Nationalparks im Nordschwarzwald betroffen sind, in die Entscheidungsfindung einbeziehen." Den angekündigten bürgernahen Politikstil ließen Grüne und Sozialdemokraten bei ihrem Lieblingsprojekt leider vermissen.

Quelle: Evangelischer Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg

 

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