14.07.2015

CDU unterstützt duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Gemeinsame Sitzung der LFAs für Kultus, Jugend und Sport sowie Wirtschafts- und Finanzpolitik in Stuttgart (Bild: CDU-BW)


Bei ihrer gemeinsamen Sitzung diskutierten die Mitglieder der Landesfachausschüsse Kultus, Jugend und Sport sowie Wirtschafts- und Finanzpolitik mit dem Vorsitzenden des Berufsschullehrer-Verbandes Baden-Württemberg, Herbert Huber. Die Mitglieder der Fachausschüsse verabschiedeten ein Papier zur Stärkung der beruflichen Bildung und der beruflichen Schulen.

Durch die demografische Entwicklung und das wachsende Studieninteresse der jungen Menschen gibt es schon jetzt in einigen Branchen einen spürbaren Fachkräftemangel, in anderen Bereichen zeichnet er sich ab. Die Stärkung der beruflichen Bildung mit ihren vielfältigen Voll- und Teilzeitbildungsangeboten gehört für die CDU daher zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Legislaturperiode.

Wir setzen uns dafür ein, dass die berufliche Bildung als gleichwertiger und gleichberechtigter Bildungsweg mehr Anerkennung in der Breite der Gesellschaft findet. Wir wollen die leistungsschwächeren Jugendlichen in der Berufsausbildung besser mitnehmen und sie zugleich für leistungsstarke junge Menschen attraktiver gestalten. Wir brauchen ein gemeinsames Ausbildungsmarketing von Politik, Schule und Wirtschaft, um die Attraktivität der beruflichen Erst- und Weiterbildung zu sichern. Sie steht für uns gleichwertig neben der hochschulischen Bildung.

Einigkeit bestand, möglichst jedem motivierten und leistungsbereiten jugendlichen Flüchtling die Chance auf eine betriebliche Ausbildung zu bieten. Die Auszubildenden und ihre Ausbildungsbetriebe brauchen dabei Rechtssicherheit. Voraussetzung für einen erfolgreichen Zugang in unser duales Ausbildungssystem ist die deutsche Sprache. Die beruflichen Schulen müssen in die Lage versetzt werden, diese neue Herausforderung auch bewältigen und Zusatzunterricht in Deutsch als Fremdsprache (DAF) erteilen zu können.

In Zukunft wird gerade bei leistungsstarken Jugendlichen und anspruchsvollen Ausbildungsberufen das duale Studium an Bedeutung gewinnen. Mittlerweile hat sich die Kombination von wissenschaftlichem Arbeiten und beruflichen Kompetenzen als Ausbildungsvariante durchgesetzt. Wir wollen diesen Weg weiter fördern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen sich noch häufiger als Praxispartner in dualen Studiengängen engagieren.

Die Berufsschulen sind für uns unverzichtbare Partner für eine hochwertige Berufsausbildung. Sie brauchen eine angemessene Ausstattung mit materiellen und personellen Ressourcen. Wir wollen, dass die betrieblichen Ausbildungen und die vollzeitschulischen Bildungsangebote gut ausgestattet sind. Zur Stärkung der dualen Ausbildung gehört es auch, betriebsnahe Berufsschulstandorte im Ländlichen Raum zu erhalten. Standortverlagerungen oder die Bündelung von berufsschulischen Angeboten müssen im Rahmen der Schulentwicklungsplanung vor Ort stets in fairer Absprache mit den Betrieben und ihren Organisationen erfolgen.

Quelle: Landesfachausschüsse für Kultus, Jugend und Sport sowie Wirtschafts- und Finanzpolitik der CDU Baden-Württemberg

 

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