10.11.2014

CDU-Landesvorstand beschließt hochschulpolitische Papiere

Landesvorstand beschließt hochschulpolitische Papiere des Landesfachausschusses (Bild: CDU-BW)


Auf Initiative des Landesfachausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst wurden im CDU-Landesvorstand die hochschulpolitischen Papiere des Fachausschusses zu den Themen Hochschulfinanzierung, Demografie und Wissenschaft sowie Nachwuchsförderung diskutiert und beschlossen.

Generalsekretärin Katrin Schütz sagte hierzu: "Wir geben diese Papiere nun breit in die Partei und freuen uns auf eine lebendige und fruchtbare Diskussion zu den Impulsen des Landesfachausschusses." Im Einzelnen wurden die folgenden Positionen diskutiert:

Mehr Geld für die Hochschulen gefordert


Um die hohe Qualität der Hochschulen zu sichern und dem wachsenden Bedarf an Studienplätzen gerecht zu werden, ist die Erhöhung der Hochschulfinanzmittel zwingend notwendig. Die geplante Anhebung der Grundfinanzierung durch die grün-rote Landesregierung begrüßen der Landesvorstand und der Landesfachausschuss für Wissenschaft, Forschung und Kunst der CDU Baden-Württemberg ausdrücklich.

Allerdings sei die von Grün-Rot angekündigte Fördersumme von zusätzlich 1,7 Milliarden Euro für alle Hochschulen kritisch zu betrachten. Ein Großteil sind Umschichtungen spezieller Programmfördermittel, ein Teil stellt den Inflationsausgleich dar und 600 Millionen Euro sind für bereits vorgesehene Hochschulbauten verplant.

"Unterm Strich kann also nur ein Teil der angekündigten Mittel neue Akzente setzen", stellt die Vorsitzende des Landesfachausschusses, Gisela Meister-Scheufelen, fest. Es bleibt daher abzuwarten, ob dies allen Hochschularten und -standorten entsprechend ihres Bedarfs zugute kommt. Es zeichnet sich ab, dass hier eventuell noch nachverhandelt werden muss.

Ausbildungsvielfalt bewahren

Gerade die dualen Elemente des deutschen Ausbildungssystems sind vorbildhaft für ganz Europa, da über sie ein wichtiger Anteil der qualifizierten Facharbeiterschaft generiert wird. Deshalb setzen sich Landesvorstand und Landesfachausschuss dafür ein, dass das Qualitätsangebot breit gefächert bleibt: Vom ganzen Spektrum anwendungsorientierter Bildung, bis hin zu stark wissenschaftlicher Grundsatzlehre und -forschung wird Baden-Württemberg auch weiterhin am meisten profitieren. Trotz gestiegener Abbruchquoten an den Hochschulen, darf das Leistungsprinzip nicht zugunsten von mehr Bildungsabschlüssen verwässert werden. "Qualität vor Quantität" soll hier der Grundsatz bleiben.

Anreize für Nachwuchswissenschaftler schaffen

Um die Rahmenbedingungen für Nachwuchswissenschaftler im Land zu verbessern, verfolgen Landesvorstand und Landesfachausschuss drei zentrale Anliegen.

Zunächst soll der Weg zur Promotion unterschiedlich möglich bleiben. Weiter muss der Habilitationsprozess weiterentwickelt und in einigen Wissenschaftsbereichen an internationale Standards angeglichen werden. So sollen Alternativen zur klassischen Habilitation gefördert werden. Im Hinblick auf das Verhältnis von befristeten und unbefristeten Anstellungen in den Hochschulen muss eine Nachsteuerung erfolgen, damit die Beschäftigungsperspektiven für den akademischen Mittelbau verbessert werden.

 

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