08.07.2013

CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl beim Frühschoppen in Vöhringen

Die CDU-Vorsitzende Andrea Kopp begrüßt CDU-Landeschef Thomas Strobl und CDU-Kreischef Stefan Teufel (Bild: Robert King)

Andrea Kopp überreicht Thomas Strobl einen in Vöhringen hergestellten Leitpfosten (Bild: Robert King)

CDU-Landeschef Thomas Strobl in der Rötenmühle in Vöhringen (Bild: Robert King)


Sommertour des CDU-Landeschefs – Gegen den grün-roten Umverteilungswahn: "Grün-Rot verspielt die Zukunftschancen unseres Landes"

Wer noch immer der Meinung angehängt hatte, es sei doch egal, wer ein Land regiert, der wurde spätestens beim Frühschoppengespräch des CDU-Ortsverbandes Vöhringen-Wittershausen in der Scheune beim Gasthof Rötenmühle mit dem CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl eines ganz anderen belehrt. Jeden Tag sei es zu beobachten, was es bedeute, wenn eine grün-rote Landesregierung die Zukunftschancen eines bisher so erfolgreichen Landes mehr verspiele als fördere, sagte Strobl mit Blick auf drei ganz eklatante Fehlentwicklungen durch die derzeitige Landesregierung.

Wieder einmal war es Andrea Kopp, der Vorsitzenden des gastgebenden Ortsverbandes gelungen, eine herausragende Veranstaltung zu organisieren. Dass Thomas Strobl, der neben seinem Amt als Landesvorsitzender der Christdemokraten und als einer von vier Stellvertreter der CDU-Bundesvorsitzenden Angela Merkel in Berlin darüber hinaus als Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag fungiert, genau 77 Tage vor der Bundestagswahl nach Vöhringen gekommen war, ist einmal der "charmanten Einladung" durch die Vorsitzende geschuldet, dann aber auch der Tatsache, dass er unermüdlich im ganzen Land unterwegs ist. Denn, es werde ganz eng bei der Entscheidung am 22. September, warnte er vor allzu großer Siegeszuversicht. Die beiden politischen Lager seien nahezu gleichauf, und nicht nur seiner Vermutung nach würde die SPD keine große Koalition mit der Union mehr eingehen. So erkläre sich auch die Strategie von Trittin, mit einem grünen Programm in den Wahlkampf zu gehen, das nahe bei den Linken angesiedelt sei.

Deswegen: "Diese Wahl ist eine Richtungsentscheidung, die weit über Deutschland hinausreicht." Während Angela Merkel und Wolfgang Schäuble als Fels in der Brandung der Forderung der meisten anderen Staaten nach der Vergemeinschaftung der Schulden stehen, würden diese bei einem Wahlsieg der linken Parteien Wirklichkeit werden: mit verheerenden Folgen für die gesamte Volkswirtschaft. Auch der von der SPD und noch mehr von den Grünen in ihrem Wahlprogramm formulierten "Umverteilungswahn" würde den Mittelstand schwer belasten, so der 53-jährige Unionspolitiker. Überdies würden die durch die massiven Steuererhöhungen hereingekommenen Gelder nicht in Infrastrukturmaßnahmen gesteckt, sondern in die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze, wobei die Grünen jegliche Sanktionsmöglichkeit abschaffen wollen. "Das ist das bedingungslose Grundeinkommen, und es wird richtig teuer", beschrieb Thomas Strobl die daraus entstehenden Folgen: "Wir als Union wollen nicht die Menschen in Hartz IV belassen, sondern wollen die Menschen aus der Arbeitslosigkeit herausholen und in Arbeit bringen."

Thomas Strobl gilt nicht zu Unrecht als ein ruhig argumentierender, besonnener Politiker. Dennoch – oder gerade dann - bringt es ihn in Rage, wenn er darüber nachdenkt, dass die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg trotz sprudelnder Steuereinnahmen wie noch nie ("damit hatten wir selbst nicht gerechnet") 3,5 Milliarden Euro neue Schulden aufnimmt. Während selbst Mecklenburg-Vorpommern keine neue Schulden mehr mache und der Bund im Jahre 2014 einen strukturell ausgeglichenen Haushalt erzielen wird und mit dem Rückzahlen der Schulden beginnen wird. "Und den Kretschmann interessiert das nicht, und es ist auch egal, ob der Finanzminister mehr oder weniger oft sechs Wochen Urlaub macht in der Türkei."

Mit Nachhaltigkeit, von den Grünen so gerne im Mund geführt, habe das alles nichts zu tun. Und dass die Landesregierung gerade bei der Bildung spare und außer der Gemeinschaftsschule alle anderen, vor allem auch die Berufsschulen schwäche, führe dazu, was er als CDU-Politiker bisher so noch nie erlebt habe: "Bei einem Gespräch mit Gymnasiallehrerinnen habe ich viel Frust, ja fast sogar Hass gegenüber der grün-roten Bildungspolitik erlebt." Was er bedauere (auch gegenüber einem Zwischenruf, die Lehrer hätten doch fast alle Grün und Rot gewählt), denn gerade die Lehrer, die eine sehr schwierige Aufgabe zu bewältigen hätten, müssten motiviert sein, um ihrem Beruf erfolgreich nachgehen zu können.

Schließlich kritisierte Thomas Strobl, dass Grün-Rot die vor allem auch für den ländlichen Raum wichtige Verkehrsinfrastruktur so sehr vernachlässige und konnte nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen, dass der grüne Verkehrsminister Hermann bei einem Besuch in einem mittelständischen Unternehmen in seinem Wahlkreis auf den Hinweis einer fehlenden Straßenanbindung sagte, dann solle er sich halt einen anderen Standort suchen. Dazu der CDU-Landesvorsitzende: "Wer einmal weg ist, der bleibt weg. Und damit brechen viele Arbeitsplätze weg."

Seine Forderung: Wir dürfen unsere Zukunft nicht verspielen. Und deswegen sei der Ausgang der Wahl in etwas mehr als 70 Tagen so wichtig. Viel Beifall und Zustimmung erhielt der prominente Politiker (von Bürgermeister Stefan Hammer als "Hochkaräter" bezeichnet), und Andrea Kopp bedankte sich bei ihm nicht nur mit Worten, sondern – ganz originell – mit einem in Vöhringen hergestellten Leitpfosten. Der sogar beleuchtet werden kann!

Nach dem offiziellen Ende des Frühschoppengesprächs stellte sich Thomas Strobl noch eine ganze Zeitlang im kleinen Kreis den Fragen und den Anliegen einiger Teilnehmer dieser nicht alltäglichen Veranstaltung. Auch dies ein Zeichen der Bürgernähe und des ganz und gar unkomplizierten Umgangs miteinander. Ein Promi-Politiker ohne jede Allüren, dafür aber mit dem Gespür dafür, was den Menschen und dem Land gut tut – so die nicht nur von Andrea Kopp formulierte Bilanz dieser wieder einmal besonderen Veranstaltung eines kleinen, aber sehr aktiven CDU-Ortsverbands.

Quelle: Robert King, CDU-Kreisverband Rottweil

 

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