12.04.2013

CDU-Landeschef Thomas Strobl: "Kretschmann muss Schaden vom Land abwehren"

CDU-Landeschef Thomas Strobl (Bild: Laurence Chaperon)


Zur geplanten Verleihung des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit erklärt der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl:

Andreas Voßkuhle, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, hat erkannt, dass er sein Verfassungsorgan Bundesverfassungsgericht nicht einmal in die Nähe der Ehrung von Daniel Cohn-Bendit bringen darf. Der Präsident des Bundesrates, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, muss diesem Beispiel folgen. Er muss jeden Anschein vermeiden, dass ein Verfassungsorgan des Bundes, der Bundesrat, und auch das Land Baden-Württemberg die Äußerungen von Daniel Cohn-Bendit über sexuelle Handlungen mit Kindern akzeptieren oder tolerieren.

Die Aussagen aus ‚Der große Basar‘ sind nicht zu akzeptieren oder zu tolerieren, sie sind abstoßend und sie können insbesondere auch nicht mit dem damaligen Zeitgeist erklärt werden: Sexuelle Handlungen mit Kindern waren damals widerlich und zu verurteilen, sie sind es heute, sie werden es morgen sein.

Im Übrigen hat Winfried Kretschmann die Frauenbewegung als Kronzeuge für den Kampf gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern benannt. Herr Kretschmann muss deshalb zur Kenntnis nehmen, dass gerade die Frauenbewegung die Vergangenheit von Daniel Cohn-Bendit höchst kritisch sieht und ihm Alice Schwarzer in diesem Zusammenhang vorwirft, Schuld auf sich geladen zu haben. Herr Kretschmann weiß es offensichtlich besser; in Wahrheit missbraucht er aber die Frauenbewegung um seinem Parteifreund beizustehen und dessen höchst problematische Äußerungen zu sexuellen Handlungen mit Kindern zu relativieren. Das ist nicht in Ordnung."

 

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