06.05.2013

CDU fordert Fracking-Verbot am Bodensee

Der Bodensee ist der größte Trinkwasserspeicher Europas (Bild: CDU-BW)


CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl und die CDU-Bezirksvorsitzenden Andreas Jung und Thomas Bareiß: "Bodenseewasser ist Lebensader"

Die CDU Baden-Württemberg spricht sich für ein Fracking-Verbot am Bodensee aus und fordert deshalb eine Verschärfung des vorgesehenen Fracking-Gesetzes. "Der Schutz des Trinkwassers hat für uns Priorität", erklären der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl, der südbadische CDU-Bezirksvorsitzende Andreas Jung und der Bezirksvorsitzende der CDU Württemberg-Hohenzollern, Thomas Bareiß, nach einer Sitzung des Landesvorstandes.

Der Vorstand verlangt ein Verbot der unkonventionellen Tiefenbohrungen im Einzugsbereich von Seen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird. "Das Bodenseewasser ist eine Lebensader unseres Landes", betonen Strobl, Jung und Bareiß: "Deshalb müssen alle Risiken ausgeschlossen werden, Fracking am Bodensee darf es nicht geben." Fünf Millionen Menschen im Land werden mit Wasser aus dem Bodensee beliefert. Fast jeder zweite Baden-Württemberger bezieht Bodenseewasser.

Derzeit sieht ein von der Bundesregierung vorgeschlagener Gesetzesentwurf lediglich ein absolutes Verbot der Fracking-Technologie in Wasserschutzgebieten vor. Am Bodensee sind das aber nur weniger als die Hälfte der Flächen. Auch außerhalb dieser Schutzzonen findet aber ein Zufluss in den See statt - direkt oder durch den Zufluss von Grundwasser in Flüsse, die dann in den See münden. Diese Zone wurde von Deutschland gemeinsam mit Österreich und der Schweiz als Trinkwassereinzugsgebiet definiert. Hier soll nach Auffassung der Landes-CDU das absolute Verbot greifen. "So werden wir unserer Verantwortung für den größten Trinkwasserspeicher Deutschlands gerecht", unterstreichen Thomas Strobl, Andreas Jung und Thomas Bareiß.

In den übrigen Gebieten sollen alle Risiken durch eine verbindliche Umweltverträglichkeitsprüfung und durch die Herstellung des Einvernehmens mit der zuständigen Wasserbehörde ausgeschlossen werden.

 

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