11.05.2012

"Blumenstrauß oder Pralinen? - Das ist nicht die Frage. Eine faire Alterssicherung muss her!"

Die Landesvorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg und stellv. CDU-Landesvorsitzende, Annette Widmann-Mauz (Bild: CDU-BW)


Anlässlich des Muttertags am 13. Mai 2012 erklärt Annette Widmann-Mauz MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Vorsitzende der Frauen Union Baden-Württemberg und stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg:

"Wenn es darum geht, die Leistung von Müttern dauerhaft anzuerkennen, dann geht es im Kern um die Frage der Alterssicherung". Ein Blumenstrauß oder Pralinen seien zwar eine schöne Geste, aber allein die bessere Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten in der Rente könne die heute ältere Müttergeneration vor Altersarmut schützen.

Derzeit klafft zwischen Rentnerinnen und Rentnern eine gewaltige Lücke, was die finanzielle Situation betrifft: In Deutschland erhalten Frauen im Schnitt ein um 59,6 Prozent geringeres Alterssicherungseinkommen als Männer. "Die durchschnittliche Rente von Frauen liegt bei 535 Euro – viel zu wenig, um im Alter in Würde zu leben", findet Widmann-Mauz. Besonders prekär ist die Situation zahlreicher Minijobberinnen. Nach 45 Versicherungsjahren beträgt der Anspruch auf Altersentgelt nämlich lediglich 140 Euro.

Der Grund: Viele Frauen sahen sich früher gezwungen, den Beruf aufzugeben, wenn sich Nachwuchs ankündigte – Angebote zur Kinderbetreuung waren schließlich Mangelware. Die meisten Mütter konnten dann nach längeren Erwerbspausen nur noch in Teilzeit arbeiten. Hinzu kommt ein weiterer Nachteil mit Blick auf die jüngere Elterngeneration. "Seit 1992 können Frauen für jedes Kind bis zu 5,3 Entgeltpunkte in der Rentenversicherung erwerben, für vor 1992 geborene Kinder ist es derzeit noch maximal ein Punkt", erklärt die Landesvorsitzende und setzt sich deshalb für eine Anrechnung von weiteren zwei Entgeltpunkten für zukünftige Rentnerinnen ein, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben.

"Bei der Einführung der geforderten Regelung entstehen je nach Ausgestaltung im ersten Jahr Mehrkosten zwischen 100 und 200 Millionen Euro. Bis im Jahr 2030 wachsen sie allmählich auf 3,5 bis 7,0 Milliarden Euro jährlich an", so Widmann-Mauz. Die Ausgaben seien unumgänglich, denn nur so könne die Abhängigkeit künftiger Rentnerinnen von staatlicher Unterstützung geringer werden. Mütter mit einem Kind würden so eine um rund 50 Euro höhere Rente erhalten – bei drei Kindern wären es bis zu 165 Euro im Monat.

Quelle: Frauen Union Baden-Württemberg

 

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