13.08.2013

"Abschaffung der Minijobs würde für viele Menschen Probleme schaffen!"

CDU-Landeschef Thomas Strobl (Bild: Laurence Chaperon)


CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl zur Forderung von SPD-Vize Leni Breymaier: "Die Abschaffung der Minijobs wäre keine Problemlösung."

"Für viele Menschen in diesem Land würde das erhebliche Probleme schaffen", sagte CDU-Landeschef Thomas Strobl mit Blick auf die von Leni Breymaier, stellvertretende SPD-Landesvorsitzende und Verdi-Landeschefin, in den Stuttgarter Nachrichten erhobene Forderung. Auch die Grünen wollen die Minijobs abschaffen, indem sie sie so verkomplizieren, dass sie unattraktiv werden.

"Die Zahlen sind eindeutig, Minijobs sind eine sinnvolle Ergänzung des Arbeitsmarkts. Die Minijobber, die ausschließlich auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung arbeiten, machen die große Mehrheit aus: Drei Viertel von ihnen suchen überhaupt nicht nach mehr Arbeit; viele der ausschließlich geringfügig Beschäftigten sind Schüler, Studenten und Rentner, die ohne großen bürokratischen Aufwand etwas verdienen wollen. Auch sie müssten bei einer Abschaffung der Minijobs deutliche Einbußen hinnehmen. SPD und Grüne wollen auch diese kleinen Leute schröpfen. Minijobs sind ein unbürokratisches Modell, das einen unkomplizierten Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglicht und Verdienstmöglichkeiten eröffnet. Es passt zur SPD und auch zu den Grünen, dass sie etwas zerschlagen wollen, das unbürokratisch ist: Wenn sie aber dieses erfolgreiche Modell zerschlagen, handeln sie gegen die Menschen, vor allem gegen Frauen, gegen Rentner, gegen kleine Leute.

Es ist auch falsch, was Frau Breymaier suggeriert, dass die Minijobs Vollzeitbeschäftigung verdrängten. Die Arbeitgeber zerstückeln in der Realität keine gut bezahlten Vollzeitjobs und servieren sie neu als 450-Euro-Häppchen. Der Blick auf die Beschäftigungsstatistik zeigt, dass 75 Prozent der Arbeitgeber, die einen Minijobber angestellt haben, nicht mehr als drei Minijobber beschäftigen: Das ergibt in Summe keinen gut bezahlten Job. Und auch Unternehmen, die mehr Minijobber beschäftigen, verdrängen damit nicht automatisch Vollzeitstellen: Oder möchte Frau Breymaier die Tageszeitung im Vollzeitjob ausgetragen?!

Die Bürgerinnen und Bürgern haben das Konzept der Minijobs jedenfalls verstanden und nehmen es an. Die Faktenlage ist klar: Minijobs bereichern und ergänzen den Arbeitsmarkt und verdrängen mitnichten sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Abgesehen davon darf man nicht vergessen, auch im Minijob werden Sozialabgaben und Steuern bezahlt, überwiegend pauschal vom Arbeitgeber. Dieses gute und erfolgreiche Modell der Minijobs durch platte, falsche Argumente schlecht zu reden, schadet den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern!

Bei diesem Thema offenbart sich übrigens auch wieder einmal die Doppelzüngigkeit des grünen Gutmenschentums: Offiziell kritisieren sie die Minijobs. Wer in Baden-Württemberg aber in jüngster Zeit nach Arbeit suchte, konnte auch auf der Internetseite des grünen Landesverbandes Stellenangebote entdecken  – in der überwiegenden Zahl waren es Minijobs."

 

KAMPAGNEN & AKTIONEN

Aktuell auf CDU.TV