06.11.2016

"Flucht und Vertreibung" als Prüfungsthema an den Schulen

Rüdiger Goldmann (li.) referierte zum Thema "Flucht und Vertreibung in Europa" (UdVF-BW)

Landesversammlung der UdVF Baden-Württemberg in Stuttgart (Bild: UdVF-BW)

Die UdVF-Landeschefin Iris Ripsam wurde in ihrem Amt bestätigt (Bild: UdVF-BW)


Mit großer Mehrheit hat die Landesversammlung der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdVF) die Stuttgarter CDU-Bundestagsabgeordnete Iris Ripsam in ihrem Amt als UdVF-Landesvorsitzende bestätigt. Als Gastredner war der stellvertretende OMV-Vorsitzende, Rüdiger Goldmann, nach Stuttgart gekommen.

Vor zahlreichen Teilnehmern der Versammlung blickte die UdVF-Landesvorsitzende Iris Ripsam noch einmal auf die zahlreichen Veranstaltungen des Landesverbandes zurück, zu deren Höhepunkten in der vergangenen Amtsperiode, neben der alljährlichen "Charta-Feier" am 5. August auf dem Stuttgarter Schlossplatz, in erster Linie die Veranstaltungen zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am Weltflüchtlingstag zählten.

Diesem Gedenktag, den die UdVF in den vergangenen zwei Jahren zusammen mit der Jungen Union Baden-Württemberg und dem Bund der Vertriebenen, in Diskussionsrunden zum Thema "Flucht und Vertreibung in der heutigen Zeit" gestaltete, gelte auch in Zukunft ein besonderes Augenmerk in der Arbeit der UdVF, so die Landesvorsitzende.

Dazu gehöre auch die Forderung der UdVF Baden-Württemberg, einen "Landesgedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung" nach dem Vorbild von Hessen, Bayern und Sachsen einzuführen und diesen mit dem Tag der Heimat zu verknüpfen.

Iris Ripsam, die zusammen mit ihrem Stellvertreter Christoph Zalder auch Mitglied des Bundesvorstandes der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung der CDU/CSU ist, möchte auch das "Zeitzeugenprogramm" weiter intensivieren, damit die Geschichten der Einzelschicksale von Flucht und Vertreibung nicht verloren gehen. Zudem forderte die Landesversammlung, dass die Themen "Umsiedlung, Flucht und Vertreibung" als Prüfungsthema an den allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg aufgenommen werden.

Die Geschichte von Flucht und Vertreibung in Europa, beleuchtete dann der stellvertretende OMV-Bundesvorsitzende, Rüdiger Goldmann, in einem sehr detaillierten Referat beginnend vom Völkermord der Türkei an den Armeniern bis in die Gegenwart und machte dabei deutlich, dass die Auswirkungen dieser Verbrechen an der Menschlichkeit bis zum heutigen Tag in der Politik spürbar seien.

Der frühere CDU-Abgeordnete des Landtags von Nordrhein-Westfalen ließ dabei die interessierte Zuhörerschaft wissen, dass vor allem die Sowjetunion für die Vertreibungen in Europa Verantwortung trage. Angefangen von der Vertreibung der Wolgadeutschen, die 1941 von Stalin nach Sibirien und Zentralasien deportiert wurden, über die Vertreibung der Polen, die von Stalin im Winter 1945 in den von den Deutschen entleerten Ostgebieten angesiedelt wurden, bis hin zu den sowjetischen Einflüssen in den Staaten des Warschauer Paktes wie der Tschechoslowakei oder Rumänien, die meist zu Lasten der dort ansässigen deutschen Bevölkerung ging. "Ohne die sowjetische Macht im Rücken, hätte die Tschechoslowakei die Deutschen nicht vertreiben können", so ist Goldmann überzeugt.

Bei der Neuwahlen des Landesvorstandes der UdVF wurde mit großer Mehrheit die CDU-Bundestagsabgeordnete und Stuttgarter Stadträtin, Iris Ripsam, in ihrem Amt als UdVF-Landesvorsitzende bestätigt. Zu ihren Stellvertretern wurden Christoph Zalder, Franz Müller und Bärbel Häring gewählt. Als Schatzmeisterin, wurde Waltraud Illner von der Landesversammlung in ihrem Amt bestätigt. Die Schriftführung liegt weiterhin in den Händen von Christoph Kapteina und als Internetreferent wurde Norbert Strohmaier wiedergewählt. Karin Eckert, Reinhold Frank, Heinz Fuchs, Helmut Heisig, Hans Gangl, Gerhard Kandora, Uta Christel Lüttich, Manfred Martin, Sabine Mezger, Viktoria Mehlhaff, Ernst Strohmaier und Ingrid Wessel wurden als Beisitzer in den Landesvorstand gewählt.

Quelle: Union der Vertriebenen und Flüchtlinge (UdVF) der CDU Baden-Württemberg

 

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